KS Franz Grundheber

Bariton

Biographie

Franz Grundheber wurde in Trier geboren. Nach dem Abitur und drei Jahren als Offizier auf Zeit bei der Luftwaffe studierte er mit einem Stipendium an der Indiana University in Bloomington/USA Gesang bei Margaret Harshaw.

1966 engagierte ihn Rolf Liebermann an die Hamburgische Staatsoper, der er bis heute in einem permanenten Gastvertrag verbunden blieb. Er sang hier mehr als 2000 Vorstel-lungen; in den letzten Spielzeiten u.a. Amonasro (Aida), Simone Boccanegra und Peter Besenbinder (Hänsel und Gretel), letzteren seit der Premiere 1972 ohne Unterbrechung.

1976 begann mit seinem Debüt an der Wiener Staatsoper (Nozze di Figaro), wo er inzwischen über 230 Vorstellungen gesungen hat, seine internationale Karriere, die mit der Verpflichtung als Scarpia, für Beethovens 9. Symphonie und das Brahms-Requiem unter Herbert von Karajan einen ersten Höhepunkt erreichte.

Das gesamte wesentliche deutsche, französische und italienische Baritonfach sang er an allen grossen internationalen Bühnen; zum Beispiel Rigoletto als erster Deutscher an der Metropolitan Opera in New York in drei aufeinander folgenden Spielzeiten. Dazu brillierte er als Wozzeck nicht nur an der Met, sondern auch in elf weiteren Inszenierungen u.a. mit Abbado, Barenboim und zuletzt mit Patrice Chéreau als Regisseur. Barak, Mandryka, Jupiter, Holländer, Amfortas, Jago und Simone Boccanegra sang er in Neuproduktionen in München, Hamburg, London, Frankfurt und Santiago de Chile, wo er den Kritiker Preis des Jahres erhielt.

2016 und 2017 singt Franz Grundheber neben Konzerten wie Elias, Jedermann-Monologe von F. Martin, Beethovens 9. in Kombination mit Der Ueberlebende von Warschau, eine Serie Barak in Leipzig, fünfmal Sprecher (Zauberflöte) in Hamburg und die Wiederaufnahme der 3-aktigen Fassung von Lulu an der Wiener Staatsoper.

Mit den Elbphilharmonikern unter Ingo Metzmacher zur Eröffnung der Elbphilharmonie ist er als Moses (Moses und Aron) verpflichtet, den er mit grossem Erfolg an der Wiener und Münchner Staatsoper und konzertant in der Berliner Philharmonie, in Madrid, Luzern und Strassburg gesungen hat.

In der Spielzeit 2016/2017 feierte Grundheber sein 50-jähriges Bühnenjubiläum und die Hamburger Staatsoper feierte ihn mit einer Sondervorstellung Hänsel und Gretel, wo er erneut eine seiner Paraderollen, den Vater, zum Besten gab.

Franz Grundheber ist Kammersänger und Ehrenmitglied der Wiener und Hamburger Staatsoper.

 

 

 

Repertoire Opera

  • Composer Work Role
  • Berg Wozzeck Wozzeck
  • Berg Lulu Schigolch
  • Berlioz La Damnation de Faust Méphistophélès
  • Hindemith Cardillac Cardillac
  • Humperdinck Hänsel und Gretel Peter
  • Mozart Die Zauberflöte Der Sprecher
  • Pfitzner Palestrina Borromeo
  • Puccini La Bohème Marcello
  • Puccini Il Tabarro Michele
  • Puccini Tosca Scarpia
  • Puccini Le Villi Guglielmo Wulf
  • Saint-Saëns Samson et Dalila Le Grand Prêtre
  • Schönberg Moses und Aron Moses
  • Strauss, R. Arabella Mandryka
  • Strauss, R. Ariadne auf Naxos Der Musiklehrer
  • Strauss, R. Elektra Orest
  • Strauss, R. Die Frau ohne Schatten Barak
  • Strauss, R. Der Rosenkavalier Faninal
  • Strauss, R. Salome Jochanaan
  • Verdi Aida Amonasro
  • Verdi Macbeth Macbeth
  • Verdi Otello Jago
  • Verdi Rigoletto Rigoletto
  • Verdi Simone Boccanegra Simone
  • Wagner Der Fliegende Holländer Der Holländer
  • Wagner Parsifal Amfortas
  • Wagner Tristan und Isolde Kurwenal
* in preparation

Photos

Presse

  • Lulu (Schigolch), Nationale Opera Amsterdam, Juni 2015

    Die einzige klischeefreie und wirklich interessante Figur steuert der Senior bei: Franz Grundheber als verschmitzter und Lulu liebevoll zugetaner Schigolch.

    Markus Thiel, Opernwelt, 1. Juli 2015
  • Ariadne auf Naxos (Musiklehrer), Hamburgische Staatsoper, Mai 2012

    Umso imponierender der gesanglich kraftvolle und darstellerisch souveräne Musiklehrer des alterslosen Franz Grundheber.

    Jürgen Kesting, Opernwelt, 1. Juli 2012
  • Der Rosenkavalier (Faninal), Wiener Staatsoper, April 2012

    ... und Franz Grundheber als vokal unglaublich souveräner Faninal.

    Peter Dusek, Der neue Merker, 18. April 2012

    Franz Grundheber/Faninal ist ein Phänomen, denn beim Singen merkt man ihm die Jahre überhaupt nicht an. Er sang wohl immer nur, was wirklich in seine Kehle passte und so bewahrte er sich sein Können durch eine so lange Zeit.

    Martin Robert BOTZ, Der neue Merker, 18. April 2012

Audio/Video

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