Marko Letonja

Dirigent

Biographie

Der Slowene Marko Letonja ist seit 2012 Chefdirigent des Orchèstre Philharmonique de Strasbourg sowie Chefdirigent und Artistic Director des Tasmanian Symphony Orchestra. Zudem ist er ab der Spielzeit 2018/19 designierter Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker

Er begann sein Studium als Pianist und Dirigent an der Musikakademie von Ljubljana und schloss es 1989 als Schüler von Otmar Suitner an der Akademie für Musik und Theater in Wien ab. Schon zwei Jahre später wurde er Musikdirektor der Slowenischen Philharmonie in Ljubljana, die er bis 2003 leitete. In dieser Zeit begann auch seine internationale Laufbahn als Konzertdirigent. Er trat mit den Wiener Symphonikern bei den Wiener Festwochen auf, konzertierte mit den Münchner und den Bremer Philharmonikern, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Staatsorchester Stuttgart, den Hamburger Symphonikern, absolvierte eine Tournee mit dem Mailänder Orchestra Sinfonica „Giuseppe Verdi“ und begleitete mit dem Opernorchester von Stockholm die gefeierte schwedische Sopranistin Nina Stemme.

Mit der Berufung zum Chefdirigenten und Musikdirektor des Sinfonieorchesters und des Theaters Basel im Jahr 2003 verlagerte sich der Schwerpunkt von Letonjas Tätigkeit auf die Oper. Bis 2006 leitete er in Basel Neuproduktionen von Tannhäuser, La Traviata, Der Freischütz, Boris Godunow, Tristan und Isolde, Rigoletto und Don Giovanni. Mit dem Sinfonieorchester Basel spielte er ausserdem verschiedene CD-Aufnahmen ein (u.a. Gesamtaufnahmen aller Sinfonien von Felix Weingartner).

Mit einem grossen und vielfältigen Repertoire gastierte er u. a. an der Wiener Staatsoper (Pique Dame und Les Contes d‘Hoffmann) und am Grand Théâtre von Genf (u.a. Medea und Manon), am Teatro dell’Opera in Rom (Roméo et Juliette), an der Dresdner Semperoper (Nabucco), der Mailänder Scala (Il dissoluto assolto von José Samarago in Kombination mit Hindemiths Sancta Susanna, Die Sache Makropulos sowie Les Contes d‘Hoffmann), der Staatsoper Berlin (Madama Butterfly), der Deutschen Oper Berlin (La Traviata), der Opéra National du Rhin in Strassburg (Walküre, Götterdämmerung, Fliegender Holländer, Die Sache Makropulos), am Teatro Lirico in Cagliari (Cavalleria rusticana, I Pagliacci und Der Fliegende Holländer) und beim Münchner Rundfunkorchester (Carmen konzertant). Nach Dirigaten von Walküre und Siegfried am Teatro San Carlos in Lissabon folgte 2009 die Götterdämmerung an diesem Haus.

Seit Beginn seiner Karriere ist Letonja gern gesehener und häufiger Gast in Australien. Auf einer ausgedehnten Tournee dirigierte er 2007 das Auckland Philharmonia Orchestra, das Orchestra Victoria von Melbourne und das Melbourne Symphony Orchestra. 2008 wurde er zum Principal Guest Conductor des Orchestra Victoria Melbourne ernannt.

Gerade hat er sehr erfolgreich seinen ersten Ring in Stockholm dirigiert, mit Nina Stemme als Brünhilde und John Lundgren als Wotan.

Seine künftigen Projekte in 2018 sind u.a.: eine Konzert-Reihe in Korea sowie Die Sache Makropoulos an der Deutschen Oper in Berlin. Des Weiteren stehen diverse Konzert-Reihen in Strasbourg, Bremen und Tasmanien auf dem Programm.

Repertoire Opera

  • Composer Work Role
  • Bernstein Trouble in Tahiti -
  • Bernstein West Side Story -
  • Bizet Carmen -
  • Cherubini Medea -
  • Corghi Il dissoluto assolto -
  • Hindemith Sancta Susanna -
  • Janacek Die Sache Makropoulos -
  • Leoncavallo I Pagliacci -
  • Mascagni Cavalleria rusticana -
  • Massenet Manon -
  • Mozart Le Nozze di Figaro -
  • Mozart Don Giovanni -
  • Mozart Die Zauberflöte -
  • Mussogsky Boris Godunow -
  • Offenbach Les contes d'Hoffmann
  • Puccini Madame Butterfly -
  • Puccini Fanciulla del West - *
  • Rossini La Cenerentola -
  • Schumann Manfred -
  • Tschaikowsky Pique Dame -
  • Verdi Rigoletto -
  • Verdi Traviata -
  • Verdi Il Trovatore -
  • Verdi Nabucco -
  • Verdi Nabucco -
  • Verdi Aida -
  • Verdi Otello -
  • Wagner Götterdämmerung -
  • Wagner Siegfried -
  • Wagner Götterdämmerung -
  • Wagner Tannhäuser -
  • Wagner Tristan und Isolde -
  • Wagner Walküre -
  • Weber Der Freischütz -
* in preparation

Photos

Presse

  • Die Sache Makropoulos, Opéra National du Rhin, Strasbourg, Februar 2016

    Ein gewichtiger Trumpf des Abends ist das brillante und analytische Dirigat von Marko Letonja, dem ausgezeichneten Chefdirigenten des Orchestre Philharmonique de Strasbourg.(...) Der Slowene schärft da die musikalischen Kanten, verschärft dort die Linien in den apokalyptischen Tutti und bereichert die sehnsuchtsvollen Melodien mit unaussprechlicher Nostalgie.

    Emmanuel Andrieu, Opera Online, 18. Februar 2016

    Der Janacek-Experte Marko Letonja lässt durch das Orchester die Musik aufbrausen und strahlen.

    Laurent Bury, Forum Opera, 18. Februar 2016
  • Konzert, Orchestre philharmonique de Strasbourg, Alte Oper Frankfurt, Januar 2016

    Zur musikalischen Darbietung ist zunächst zu bemerken, dass dieses Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Marko Letonja ein hochkarätiger Klangkörper ist, der seit einiger Zeit fast noch brillanter und perfekter agiert als in der Zeit des Letonja-Vorgängers Marc Albrecht.

    Harald Budweg, Frankfurter Allgemeine, 18. Februar 2016
  • Pique Dame, Wiener Staatsoper, Januar 2015

    Das ausgezeichnet und sehr konzentriert spielende Orchester war unter dem Dirigenten Marko Latonja ein kongenialer Partner des Ensembles auf der Bühne. Der bestens einstudierte Chor rundete den musikalischen Erfolg des Abends ab. Dass es nach dieser Anhäufung an Unglück, Leid und Elend doch noch viel Applaus von Publikum gab, ist ein Nachweis für die hohe Qualität dieser Aufführung.

    Johannes Marksteiner, Der neue Merker, 23. Januar 2015

    Vor allem punktet Wien wieder mit einer kaum egalisierbaren musikalischen Qualität. Das Orchester und der ungewöhnlich engagierte Chor laufen unter der besonnenen, aber offenbar höchst animierenden Führung Marko Letonjas zur Höchstform auf. Tschaikowskys leidenschaftliche musikalische Umsetzung der Seelenqualen seiner Akteure wird durch kräftig pulsierende instrumentale Akzente vorangetrieben – in die völlige Ausweglosigkeit der bitterbösen dramaturgischen Erzählung:

    Wilhelm Sinkovicz, Die Presse, 23. Januar 2015
  • Pique Dame, Wiener Staatsoper, Januar 2013

    Dass dieser Abend, der zweifellos viele Untiefen zu umschiffen hatte, im Endeffekt doch noch so erfolgreich ausgefallen ist, dankte man nicht zuletzt dem Dirigenten Marko Letonja, der mit dieser Tschaikowski-Oper einen überzeugenden Einstand an der Staatsoper lieferte. Von Anfang an spürte man eine feste Hand, die für einen nie schleppenden Ablauf sorgte, aber auch nie über Schweres oder Lyrisches hinwegeilte. Da war sehr viel Instinkt für Tschaikowski zu spüren, für das Gefühlstiefe ebenso wie für das prächtig Opernhafte.

    Renate Wagner, Der neue Merker, 21. Januar 2013
  • Konzert Tasmanian Symphony Orchestra, Hobart (Australien), März 2012

    Thrilling ride in united pursuit of artistic goals brings smiles all round EXCEPTIONAL orchestral performance requires teamwork of the highest order. Marko Letonja's inaugural concert as chief conductor and artistic director of the Tasmanian Symphony Orchestra was the epitome of teamwork and a musical triumph. Letonja led with modest authority built on secure mastery of his craft, and there was mutual respect in evidence as he and the players worked together in pursuit of unified artistic goals. This concert was about the music, not about the conductor; his restrained and unambiguous gestures served the music and its effective communication at all times. It is rare to see orchestral musicians smile, but the players clearly were enjoying themselves and there was no shortage of smiles across the capacity audience either. This program, showcasing the versatility of the orchestra, may indicate Letonja's vision: highlighting quality Australian and 20th-century masterworks and building on the TSO's established international reputation.

    Anne-Marie Forbes, The Australian , 7. März 2012
  • Les Contes d'Hoffmann, Teatro alla Scala Milano, Januar 2012

    Spettacolo superbo, questo di Carsen, giocoso e divertente mentre è logico, coerente, acuto. E non va meno bene sul fronte musicale, perché di questo tipo di leggerezza e di profondità il direttore Marko Letonja è interprete sensibile, perché i tempi sono spigliati, perché l'orchestra suona bene, perché il cast è meraviglioso, perché la recitazione è studiata al dettaglio ed efficace, perché il coro di Bruno Casoni è sempre un godere.

    Enrico Girardi, Corriere della sera, 17. Januar 2012

    Lo spettacolo che, presentato per la prima volta a Parigi nel 2000 segnò la consacrazione internazionale del regista canadese, ha incantato il pubblico di Milano che ha tributato oltre 10 minuti di calorosi applausi al maestro Marko Letonja e a tutta la compagnia di canto.

    Radio Lombardia, 17. Januar 2012
  • Konzert Rheingau-Festival, Wiesbaden, Juli 2011

    Begleitet wurden die beiden Solisten von dem von Marko Letonja schwungvoll und mit federnder Leichtigkeit dirigierten Münchner Rundfunkorchester, das sich in Ouvertüren Mozarts, Donizettis und Bizets als wendig und tonschön agierender Tonkörper präsentierte. ... Großen Jubel gab es für Gounods mit französischem Charme und hinreißender Eleganz gespielten „Faust-Walzer“. Orchester und Solisten reagierten am Ende des Konzerts für den von Ovationen begleiteten Beifall mit einer Reihe von Zugaben, darunter ein Duett aus Verdis „Traviata“, und - zum wahren Entzücken des Auditoriums - mit der von Arnold Rutkowski prächtig gesungenen Arie „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Lehárs „Land des Lächelns“.

    Richard Hörnicke, Wiesbadener Anzeiger, 18. Juli 2011
  • Die Götterdämmerung, Opéra National du Rhin Strasbourg, Februar 2011

    Man kann es auch hören. Marko Letonja knüpft mit dieser "Götterdämmerung" an die Tugenden seiner "Walküre" an: transparent, stringent, mit über weite Strecken extremen Tempi, vor allem aber stets die Partitur auf ihre Deutung der Handlung hinterfragend. Auch wenn das exzellent musizierende Orchestre philharmonique de Strasbourg seine Qualität nicht konstant durchhalten kann (besonders im ersten Aufzug), unterstützt es das Prinzip dieses empathischen Durchleuchtens seines designierten Chefdirigenten dank einer Reihe engagierter instrumentaler Einzelleistungen (Klarinetten, Hörner).

    Alexander Dick, Badische Zeitung, 28. Februar 2011

    Dieser 'Ring'-Ausklang ist zugleich Auftakt für den slowenischen Dirigenten Marko Letonja als neuer Straßburger Musikchef von 2012 an. Letonja geht in dieser begeistert aufgenommenen 'Götterdämmerung' in die Vollen und lässt die Straßburger Philharmoniker in kräftiger Brisanz und fesselnd bis zur Entfesselung spielen, hat aber auch Sinn für poetische Stimmungen (Siegfrieds Waldvogel-Erzählung) und für das Betörende der Rheintöchter-Szene. Selbst ruhige Szenen-Übergänge phrasierte Letonja plastisch - ein großes Dirigat, das in Straßburg in der Oper (wo Marc Albrecht in seinen sechs Jahren nur den 'Fidelio' dirigierte) zu großen Erwartungen berechtigt.

    Klassik.com, 28. Februar 2011

    Unter der souveränen Leitung von Marko Letonja hatte das Orchester bereits die "Walküre" in diesem ursprünglich mit vier verschiedenen Dirigenten projektierten Ring gespielt. In der "Götterdämmerung" verstand es der Dirigent, mit dm ihm hochmotiviert folgenden Ensemble einen genau ausgeleuchteten musikalischen Bogen auszubauen, der die grossen Szenen in spannungsgeladener Verbundenheit präsentierte.

    K.-F. Schulter, Opernglas, 1. April 2011

    Marko Letonja knüpft mit "Götterdämmerung" an die Tugenden seiner "Walküre" an: transparent, stringent, mit über weite Strecken extremen Tempi, vor allem aber stets die Partitur auf ihre Deutung der Handlung hinterfragend. ... [das] Orchestre Philharmonique de Strasbourg ... unterstützt das Prinzip dieses empathischen Durchleuchtens seines designierten Chefdirigenten.

    Alexander Dick, Opernwelt, 1. April 2011
  • Die Götterdämmerung, Teatro Sao Carlos Lissabon, Oktober 2009

    Ein Erfolg, den das feinfühlig-weiche, warme Spiel des Orquestra Sinfonica Portugesa unter Marko Letonja eindrucksvoll untermauerte. Letonja zeigte sicheren Instinkt für die musikalische Architektur - und er hatte hart daran gearbeitet, die Probleme mit der Akustik und Balance auszubügeln, denen man zuvor immer begegnet war.

    John Alison, Opernwelt, 1. Dezember 2009

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