Pavol Breslik

Tenor

Biographie

Die steile Karriere des Tenors Pavol Breslik begann 2005, als er bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt zum „Nachwuchssänger des Jahres“ gekürt wurde. Im Jahr 2000 gewann er den ersten Preis beim Antonín-Dvořák-Wettbewerb in Tschechien gewonnen. Er besuchte Meisterkurse bei Yvonne Minton, Mady Mesplé, Mirella Freni und William Matteuzzi. Von 2003 bis 2006 gehörte Pavol Breslik dem Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden an. Seit 2006 ist freischaffend, folgten Engagements an den grossen europäischen Opernhäusern und Festspielen sowie an der Metropolitan Opera New York.

An der Wiener Staatsoper sang er Lenski, Nemorino und Alfredo, an der Bayerischen Staatsoper gab er zwei wichtige Rollendebuts: den Gennaro in Lucrezia Borgia an der Seite von Edita Gruberova und den Edgardo in Lucia di Lammermoor mit Diana Damrau. Er sang dort auch Tamino, Idamante, Nemorino, Cassio, Alfredo, Rinuccio (Gianni Schicci) und debutierte dort auch als Henry Morosus in Strauss' Schweigsamer Frau. Am Londoner Covent Garden war er als Lenski in der Neuproduktion Eugen Onegin sowie als Ferrando und Tamino zu hören, und wird als Don Ottavio dorthin zurückkehren. Er gastierte an der Pariser Oper, am Liceu Barcelona, Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an der Berliner Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen und am Genfer Grand Théâtre. Am Opernhaus Zürich, dessen Ensemble er seit der Spielzeit 2012/13 angehört, sang er Stewa, Don Ottavio, Faust, Roberto Devereux, Nadir und Peter Quint, Alfredo Germont, Macduff, Belmonte, Nemorino und Lenski. An der Opera Sydney gab er sein Australien-Debüt als Nadir (Les pêcheurs de perles).

Auch auf den Konzertpodien ist Pavol Breslik ein gern gesehener Gast, so bei den BBC Proms, dem Edinburgh Festival, den Salzburger Festspielen, den Osterfestspielen Baden-Baden, beim Orchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Boston Symphony Orchestra.

Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock sang Pavol Breslik beim Eröffnungskonzert der Hamburger Elbphilharmonie.

Ein besonderes Anliegen ist ihm der Liedgesang, deswegen nehmen Liederabende einen festen Platz in seiner Planung ein. Von Jugend an vertraut mit dem slawischen Volks- und Kunstlied widmet er sich auch seit einigen Jahren dem deutschen Liedgut, insbesondere dem Werk von Franz Schubert. Ein Meilenstein in seiner Karriere als Liedinterpret war sein Debüt an der Schubertiade in Schwarzenberg im Jahre 2014. 

 

Zu seinen künftigen Plänen in der Spielzeit 2018/2019 gehören u.a. seine Debüts als Roméo in Gounods Roméo et Juliette in Tasmanien und als Danilo (Die Lustige Witwe) in Dresden. Zudem ist er erneut als Alfredo (La Traviata) an der Wiener Staatsoper zu hören und kehrt als Hans (Die Verkaufte Braut) und Nemorino (L’Elisir d’Amore) an die Bayerische Staatsoper in München zurück.

Repertoire Opera

  • Composer Work Role
  • Beethoven Fidelio Jaquino
  • Bizet Pêcheurs de Perles Nadir
  • Britten Turn of the Screw Peter Quint
  • Donizetti Maria Stuarda Leicester
  • Donizetti Elisir d'Amore Nemorino
  • Donizetti Lucrezia Borgia Gennaro
  • Donizetti Don Pasquale Ernesto
  • Donizetti Lucia di Lammermoor Edgardo
  • Donizetti Roberto Devereux Roberto
  • Gluck Iphigénie en Tauride Pylade *
  • Gounod Faust Faust
  • Gounod Roméo et Juliette Roméo *
  • Janacek Kat'a Kabanova Kudrjas
  • Janacek Jenufa Stewa
  • Lehar Csardasfürstin Boni, Edwin
  • Lehra Die lustige Witwe Danilo
  • Massenet Manon Des Grieux *
  • Mozart Zauberflöte Tamino
  • Mozart Entführung aus dem Serail Belmonte
  • Mozart Cosi fan tutte Ferrando
  • Mozart Idomeneo Idamante, Idomeneo *
  • Mozart Don Giovanni Don Ottavio
  • Puccini Gianni Schicchi Rinuccio
  • Smetana Verkaufte Braut Hans *
  • Strauss Der Rosenkavalier Sänger
  • Strauss Die schweigsame Frau Henry Morosus
  • Strauss, J. Die Fledermaus Alfred
  • Strauss, R. Salome Narraboth
  • Strawinsky The Rake's Progress Tom Rakewell *
  • Tschaikowsky Eugen Onegin Lensky
  • Verdi Falstaff Fenton
  • Verdi Otello Cassio
  • Verdi Macbeth Macduff
  • Verdi La Traviata Alfredo
* in preparation

Diskografie

  • Titel Disc ID Beschreibung
  • Beethoven: Missa Solemnis CD Farao 108054 (2010) Dirigent: Enoch zu Guttenberg
    Orchester und Kammerchor der KlangVerwaltung
    Solist: Pavol Breslik
  • Die Schöne Müllerin (CD) Orfeo B00T6BDW6I Franz Schubert

    Tenor: Pavol Breslik
    Pianist: Amir Katz

    Label: Orfeo International Music Gmbh (Orfeo International Music)
    ASIN: B00T6BDW6I
  • Die Zauberflöte (DVD) DVD BPH130011 W.A. Mozart: Die Zauberflöte
    Dir: Sir Simon Rattle
    Berliner Philharmoniker
    Rundfunkchor Berlin

    Tamino: Pavol Breslik

    Live from Baden-Baden Easter Festival, 1. April 2013
  • Donizetti: Lucrezia Borgia DVD / Euroarts 880242724588 (2009) Pavol Breslik: Gennaro

    Dirigent: Bertrand de Billy
    Regie: Christof Loy
    Bayerisches Staatsorchester
    Mit: Edita Gruberova; Franco Vassallo, Alice Coote
  • Dvorak: Stabat mater CD Naive B00138Z93G (2008) Accentus
    Conductor: Laurence Equilbey

    Soloists
    Alexandra Coku - (soprano)
    Renata Pokupic - (alto)
    Pavol Breslik - (tenor)
    Markus Butter - (bass)
    Brigitte Engerer - (piano)
  • Eugen Onegin (DVD) OA 1120 D Eugen Onegin
    Royal Opera House Covent Garden

    Dirigent: Robin Ticciati
    Lensky: Pavol Breslik

  • Händel: Il Trionfo del Tempo e del Disinganno Virgin Classic (EMI) B000F3T3E6 (2007) Le concert d’Astrée, Dir. Emmanuelle Haïm
  • Mikuláš Schneider-Trnavský: SONGS Viva Musica! Records, 2014 Pavol Breslik: Tenor
    Róbert Pechanec: Piano


    Bestellungen unter:
    http://cmd.czecheverything.co.uk
  • Mozart: Arien (CD, Orfeo, C889161A, 2016) Dirigent: Patrick Lange
    Münchner Rundfunkorchester
    Solisten: Pavol Breslik, José van Dam

    Eine Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk
  • Mozart: Idomeneo DVD / Naxos: EAN: 0880242724489 (2009) Pavol Breslik: Idamante

    Dirigent: Kent Nagano
    Regie: Dieter Dorn
    Bayerisches Staatsorchester
    Weitere Darsteller: Ainsley, John Mark; Banse, Juliane; Dasch, Annette
  • Nuit sacrée CD Naive 4997195 (2009) Sandrine Piau, Nathalie Stutzmann, Pavol Breslik, Sonia Wieder-Atherton
    Accentus
    Concerto Köln
    Laurence Equilbey
  • Opera Night: 14. Festliche Operngala für die Aids-Stiftung 2007 DVD Arthaus 101455 (2007) Deutsche Oper Berlin, 2007
    Agnes Baltsa, Angela Marambio, Nino Machaidze, Krassimira Stoyanova, Piotr Beczala, Franz Grundheber, Pavol Breslik, Max Raabe
    Orchester der Deutschen Oper Berlin
    Dirigent: Lawrence Foster

Photos

Presse

  • Die verkaufte Braut, Slawisches Nationaltheater Bratislava, Mai 2018

    Seine Stimme ist dank des lyrischen, mit genug Wärme versehenen, Timbres perfekt für das slawische Repertoire geeignet und strömte an diesem Abend in allen Lagen ebenso sicher wie selbstverständlich durch Smetanas Komposition. Mit weichen Höhen und differenzierter Dynamik hauchte er dem Jenik mit reichen Farbschattierungen Leben ein.

    Bachtrack, 22. Mai 2018
  • Konzert mit Hamburger Symphonikern, Laeiszhalle Hamburg

    Vergleiche mit dem unvergleichlichen Fritz Wunderlich sind eigentlich verboten. Doch wer jetzt Pavol Breslik mit den Hamburger Symphonikern in der Musikhalle erleben durfte, wurde sehr wohl an den verstorbenen Traumtenor erinnert. Denn da ist sie wieder-diese unverbrauchte Mühelosigkeit. Da funkeln die Spitzentöne, die ganz aus dem Schmelz des Legato heraus emporblitzen.

    Die Welt, 23. Februar 2016
  • Les Pêcheurs de Perles (Nadir), Australian Opera Sydney, Januar 2016

    The cast of international and Australian singers impress too. In his OA debut Slovakian tenor Pavol Breslik makes an ardent toned Nadir, his top notes especially glorious in that duet. He’s able to scale his voice down to a pharyngeal whisper for Je crois entendre encore – a killer aria with a ravishing high-lying melody that seldom goes above piano and is the sleeping hit of the score.

    Clive Paget, Limelight Magazine, 21. Februar 2016

    Breslik has a very attractive lyric tenor and (...) his performance of the aria Je crois entendre encore (which surely ranks amongst Bizet’s greatest compositions) is sensitive and irresistible.

    Ben Neutze, Daily Review, 21. Februar 2016
  • Liederabend, Prinzregententheater München, Juni 2015

    Goethes Ballade vom "Erlkönig" in der Vertonung von Franz Schubert kann man mit verschiedenen Stimmen dramatisieren. Pavol Breslik war nach acht meist sehr verhaltenen und leisen Schubert-Liedern wie "Im Abendrot", "Nacht und Träume" und "Nachtviolen" im Prinzregententheater ungleich raffinierter: mit gruseligem Effekt! Denn nur für die von Schubert tiefer gelegte Stimme des Vaters dunkelt Breslik seinen so fein und charakteristisch timbrierten Tenor ein. Die höhere Tessitura des verängstigten Jungen, der anfangs hörbar fasziniert ist, aber ähnelt dem abgründigen, unsichtbaren Verführer, den Breslik absolut wortverständlich und so erotisiert singt, dass man erschauert. Wie schnell das Ganze dann in tödliche Gewalt umschlägt, bekommt bei ihm und seinem elektrisierend die Oktaven hämmernden Pianisten Amir Katz einen derartigen Thrill, dass nach dem gehauchten ". . . das Kind war - tot" ein befreiter Beifallsorkan aufbrandet. Die zweite Hälfte war russischen Romanzen gewidmet, gruppiert um fünf Strauss-Lieder. Bei Tschaikowsky wie Rachmaninow verschmolz das Timbre des Slowaken aufs Schönste mit der Leidenschaft von Musik und Text. Der charismatische (Opern-)Sänger war bei diesen im Original gesungenen Miniatur-Szenen in seinem Element und wechselte oft binnen Sekunden von einer sanft schwebende Melodie in leuchtendes Forte wie beim sehnsuchtsvoll glückseligen "Wesna idjot - der Frühling kommt!", mit dem das offizielle Programm zu Ende ging. Auch für Strauss war der zarte und doch männliche Schmelz Bresliks ideal: ob in der Ekstase von "Heimlicher Aufforderung" und "Zueignung", verinnerlicht bei "Traum durch die Dämmerung" und "Morgen", oder für die subtile Sommernachtstraum-Erotik des "Ständchens". Nach einer Dvo?ák-Zugabe und "Ich trage meine Minne" von Strauss folgte Robert Schumanns "Widmung" - charmant hinter Amir Katz stehend, der wieder mit vielen Nuancen des Klangs artikulierte, und, die Noten mitlesend, nach der jungenhaft ehrlichen Ankündigung, "damit ich nicht wieder den Text vergesse". Sprach's, sang's und verteilte anschließend die Rosen seines Straußes einzeln an die erste Reihe.

    Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung, 2. Juli 2015
  • La Traviata (Alfredo), Opernhaus Zürich, April 2015

    ...Breslik war im ersten Akt noch ganz der schlaksige, unerfahrene Jüngling, welcher sich etwas unbeholfen in diese Highsociety wagt, gestaltete seine Gesangslinien mit lyrischer Schönheit ganz aus dem Text heraus, beglückte mit seinen sauberen Piani. Selbstbewusster trat er im zweiten Akt barfuss in Jeans und T-Shirt auf, fläzte sich während seiner Arie aufs Sofa und verzichtete in der Stretta auf Stimmprotzerei (will sagen auf das C)... ...Hier, wie auch im nächsten Bild, hatte Breslik ganz starke Momente: Immer wieder verstand er es, seiner Stimme ausdrucksstarke Farben zu verleihen (io tremo, perchè son io commosso ...), hier ist ein Sänger zu hören, der wirklich auch weiss was er singt!

    Kaspar Sannemann, oper-aktuell.info, 19. April 2015

    In dieser kranken, kalten Welt wirkt PAVOL BRESLIK als Alfredo umso gesünder und stärker. Die Zeit der unbeweglichen, übergewichtigen Tenöre ist in Zürich endgültig vorbei. Der junge Slovake gehört seit 3 Jahren zum Opernhaus- Ensemble und er begeistert das Publikum nicht nur weil er ein ausgesprochen attraktiver Mann ist, sondern vor Allem als Sänger. Seine kraftvolle Stimme führt er äusserst präzise. Er geht Risiken ein, um etwas auszudrücken, forciert aber nie ...

    Cordelia Fankhauser, Kultur heute, 19. April 2015

    ...Pavol Breslik sang den Alfredo mit tenoraler Strahlkraft und viel Herzblut ...

    Reinmar Wagner, www.musikundtheater.ch, 19. April 2015

    Es ist Pavol Breslik, der im ersten Akt als ein scheuer, geradezu verklemmter Alfredo auftritt und das auch stimmlich umsetzt: durch ein feines Abschattieren seines ebenso samtenen wie obertonreichen Tenors. Leider wird er vom Philharmonia-Orchester der Oper Zürich erbarmungslos an die Wand gedrückt, denn der Dirigent Marco Armiliato hat Klang und Balance wenig im Griff. Wie Alfredo in dem zarten Duettino nach dem «Brindisi» Violetta seine Liebe erklärt, treten die in der Partitur klar mit einem «piano» versehenen Einwürfe der Holzbläser und der vier Hörner trötend in den Vordergrund. Das ist italienischer Schlendrian vom Feinsten – wie er sich auch in den durchwegs zu lang gesungenen Endsilben manifestiert. ... Und im weiteren Verlauf der Oper kann Pavol Breslik zeigen, dass er, wenn er will, durchaus auf Reserven zurückgreifen kann. Sein Alfredo ist der Lichtblick in dieser insgesamt ausgesprochen durchzogenen Produktion.

    Peter Hagmann, NZZ, 20. April 2015
  • CD Die schöne Müllerin, ORFEO C 737 151 A

    Seit Fritz Wunderlich hat kein lyrischer Tenor „Die schöne Müllerin“ so ergreifend, mit soviel leuchtender Natürlichkeit und jungmännlichem Charme gesungen wie Pavol Breslik. Ob in den temperamentvoll dahingjagenden Liedern oder in der zarten Zurückgenommenheit, wenn der erstmals – unglücklich - verliebte Müllerbursche mit dem „Bächlein meiner Liebe“ flüstert: Immer trifft Breslik an der Seite des hochsensiblen Amir Katz den richtigen Ton.

    Münchner Kulturmagazin APPLAUS, 11. März 2015

    Slovak tenor Pavol Breslik has done nothing better than this beautiful recording of Schubert’s great study of betrayal, loss and farewell. Darker voices than Breslik’s have become fashionable in the work of late, but this is immaculate lieder singing, as much about the text as the melodic line, but never fracturing the latter with overemphasis or intrusive intervention. His interpretation is Romantic in the best sense of the word – intensely felt, yet emotionally straightforward, with none of the obsessive or neurotic edge that some interpreters have brought to it. He’s helped immeasurably by playing of great suppleness, strength and sensitivity by Israeli pianist Amir Katz: you’re conscious throughout of the brook as a kind of metaphysical presence that constantly mirrors the young miller’s emotions before claiming him as its own. The final song, which contemplates the vastness of nature when all passion is spent, is simply heartbreaking.

    Tim Ashley, www.theguardian.com, 9. April 2015
  • Lucia di Lammermoor (Edgardo), Bayerische Staatsoper München, Januar 2015

    Pavol Breslik als Edgardo als glänzend disponierter, souverän über Licht und Schatten gestaltender Tenor.

    Holger Hettinger, Deutschlandradio, 27. Januar 2015

    Für Pavol Breslik ist das ein Rollendebüt, ein weiterer, sehr entscheidender Schritt ins Belcantofach. Den Edgardo denkt er – ganz stimmgesund – aus dem Lyrischen heraus. Raum und Kraft bekommt er damit für Ausbrüche, bei denen sein Tenor in hellen Flammen steht. So natürlich phrasiert, so intelligent die Linien nachzeichnend rangiert sein Rollenporträt mindestens auf Augenhöhe mit dem der Damrau. Und endlich einmal ist Edgardos Final-Arie kein dramaturgisch widersinniges Nachklappen nach Lucias „Wahnsinnsszene“. Sie ist vielmehr, auch dank Kirill Petrenkos Aufdröseln, ein großer, nihilistischer Epilog, auf den alles zuzulaufen scheint.

    Markus Thiel, Merkus online, 27. Januar 2015

    Et nous en arrivons aux protagonistes, un nouveau couple, splendide d’émotion et de tension, à commencer par Pavol Breslik. Ce jeune ténor slovaque de 36 ans est en train de s’imposer comme une des voix les plus intéressantes du moment. La voix est assez légère, mais très expressive, avec des qualités de clarté, d’appui, de couleur qui en font un véritable ténor pour le bel canto. Mais ce qui en fait le prix, c’est qu’à cette voix très présente il allie un engagement scénique proprement ahurissant, rendant le personnage d’Edgardo à la fois passionnant et bouleversant, dans cette mise en scène où il est un Edgardo-James Dean. Il a la beauté, la jeunesse, la vivacité, la présence et il a la voix, tellement expressive, sans avoir les défauts de certains ténors : il reste parfaitement rigoureux, pas de sanglots, pas de roucoulades, une fidélité au texte exemplaire. À la fin de l’opéra, il a eu un petit accident et la voix a disparu, il n’osait pas saluer le public en faisant des signes d’excuse, l’émotion diffusée avait été tellement forte que l’accueil du public a été fort justement triomphal. Face à l’étourdissante Damrau, il tient bon, il existe et à deux, ils créent le couple. Fabuleux."

    Josiane Eymin, "http://wanderer.blog.lemonde.fr/, 18. Februar 2015

    Pavol Breslik steht der starken Partnerin bei seinem Rollendebüt als Edgardo in nichts nach, im Gegenteil. Sein wunderbar timbrierter Tenor erweist sich als ideal für eine Partie, die fälschlicherweise oft zu grob und dramatisch oder eben zu schwach und larmoyant angelegt wird. Der Sänger weiss technisch genau, was er tut (Passaggio!), phrasiert ebenso idiomatisch wie hochmusikalisch, beeindruckt ein ums andere Mal mit herrlichen Lyrismen und einer ausgesprochen schön klingenden, tragfähigen mezza voce, und weiss dabei doch stets an den entscheidenen Stellen mit grösster vokaler Emphase grandiose Effekte zu setzen. Ein zu recht bejubeltes Debüt in einer Partie, die möglicherweise zu einer neuen Paraderolle des beliebten Tenors avancieren wird.

    Ralf Tiedemann, Das Opernglas, 3. März 2015
  • Eugen Onegin (Lenski), Seoul Arts Center, Dezember 2014

    It was a stunning performance of Eugene Onegin! Pavol Breslik, who took the role of Lenski, proved his worth as one of the world’s leading tenors by his solid vocalization, delicate expressions, and passionate acting.

    Yonhap News Agency, 12. Dezember 2014

    Eugene Onegin, singings were brilliant! Pavol Breslik, the Slovakian tenor, who appeared as Lenski, sang superbly. He received long applauds and ovations after his aria, so the conductor had to wait to continue the concert.

    MK Business, 12. Dezember 2014
  • Recital Bratislava, Nationaloper Bratislava, Oktober 2014

    Schubert in spitzenmäßiger Aufführung vom besten slowakischen Tenor 6. 11. 2014 17:00 Pavel Unger Die (Wunder)schöne Müllerin von Pavol Bršlík Übersetzung: Magdaléna Tschmuck Die Interpretation von Liedliteratur hat in der Slowakei keine große Tradition. Nur ein paar Sänger haben sich ihr systematisch gewidmet. Auch in Bratislava fehlt (und fehlte) es langfristig an Raum, Kammermusik zu machen. Der internationale Gesangwettbewerb, der den Namen von Mikuláš Schneider-Trnavský trägt, und der unter anderem das Liedschaffen des „slowakischen Schuberts“ bekannt machen wollte, scheint nach zwei Ausfällen der Vergangenheit anzugehören. Jetzt scheint aber doch eine gewisse Hoffnung aufzukeimen. Die Oper des Slowakischen Nationaltheaters öffnet mit dem neuen geplanten Zyklus das Tor der vokalen Kammermusik. Und vor allem würde ich gerne glauben, dass der Liederabend des Tenors Pavol Bršlík und des Pianisten Róbert Pechanec einen neuen Impuls zur slowakischen „Renaissance“ dieses Musikgenres gesetzt hat. Ich kann mir keine stärkere Inspiration, sich mit der Liedliteratur zu beschäftigen vorstellen, als Mittwochabend im Kleinen Saal der Slowakischen Philharmonie der Fall war. Der einzige Programmpunkt im offiziellen Teil war Die schöne Müllerin, op. 25 D795, von Franz Schubert auf den Text von Wilhelm Müller. Die zwanzig Lieder erzählen die ganze Geschichte vom jungen Müllergesellen, das Entflammen seiner Liebe und der drauffolgende Misserfolg, der in ein tragisches Ende mündet. Der romantische Text allein könnte in sich selbst – trotz autobiographischer Züge – ein wenig banal wirken, wenn es nicht die enge Verbindung zwischen dem Wort und der Musik gäbe. Das erotische Motiv ist mit der Poesie der Natur verbunden, der Hauptdarsteller führt einen Dialog mit seinem Nachkommen, der fast eine menschliche Dimension annimmt. Er ist dem Gesellen sowohl Partner und Beichtvater, ist ein Spiegel seiner seelischen Zustände, Augenzeuge seiner Lebensperipetii. Die weiteren namenslosen, fast imaginären Rollen sind die der jungen Müllerin und der des Jägers. Sie greifen in die Handlung grundsätzlich ein, beeinflussen sie, obwohl ihre Stimmen nicht erklingen. Sie treten nur in den einstimmigen Dialogen des Gesellen auf. Schuberts Schöne Müllerin ist eines der genialsten Werke der Vokalliteratur der Welt, das je entstanden ist. Obwohl der Zyklus für Männerstimme komponiert wurde, ist es kein Wunder, dass er für alle Stimmlagen eingerichtet wurde – so finden wir auch Aufnahmen mit Frauenstimmen. Ich persönlich erinnere mich – noch aus meiner Jugend, konkret aus dem Jahr 1976 – an eine Darbietung von Peter Schreier in Bratislava, sowie an eine Darbietung von Hermann Prey mit anderem schubertschen Repertoire. Ich zweifle aber, ob im letzten Vierteljahrhundert der komplete Zyklus überhaupt auf einer unserer bedeutenden Veranstaltungen erklungen ist. Am Mittwoch ist er in die dafür am besten geeigneten Hände geraten. Pavol Bršlík widmet sich neben seiner Opernkarriere, die er mit bewundernswert breitem Repertoire auf den führenden Bühnen entwickelt (gleichfalls auf dem Boden des mozartischen, belcantischen und französischen Repertoires sowie dem Repertoire des 20. Jahrhunderts), intensiv auch der Kammermusik. Auch das ist ein deutliches Zeugnis seiner außerordentlichen musikalischen Inteligenz, seiner Fähigkeit, die intimsten Ecken kompositorischer Aussagen zu reflektieren (die gerade Liedschaffen versteckt), eigene Emotionen zu öffnen und gleichzeitig auf die vokale Hygiene zu achten. Es hat immer schon gegolten – und es wird bis heute universal geschätzt – dass ein Künstler, der sich der Kammermusikliteratur widmet, eine Dimension extra bietet – für sich selbst, für den Zuhörer. Pavol Bršlík gehört definitiv in diese Kategorie, und das im internationalen Maß. Schuberts Zyklus passt hervorragend zu ihm. Er kann in ihn seine wunderschöne weiche Stimmfarbe hineinbringen, sowie seine technischen Fähigkeiten mit Ausdrucks- und Dynamikschattierungen zu arbeiten. Sein lyrischer Tenor nimmt in der mittleren und in der tieferen Lage eine dunklere Farbe ein, die Höhen glänzen im vollen Ton und haben gleichzeitig einen besonderen Charme bei der Beteiligung von voix mixte, wenn die Stimme in vollwertiger Qualität und Volumen, aber dank der Kopfresonanz leicht und etherisch erklingt. Es gibt dabei kein Falsett. Die Wanderung des Müllergesellen begann mit dem Lied Das Wandern. Pavol Bršlík hat es nicht ganz so sorglos angelegt, aber in Vorahnung der Liebeskomplikationen hat er gleich in der Einführung die spätere Handlungsentwicklung antizipiert. Schon in diesem Lied hat er zum Erkennen gegeben, dass er in seinem Ausdruckregister ein mezza voce mit Geschmack hineinbringen kann und dass er die einzelnen Strophen dynamisch sehr empfindlich schattieren und abstufen kann. In den folgenden Liedern (Wohin?, Halt!) reflektiert er sehr empfindlich die jeweilige Situation: Er fäng an, mit dem Bächlein zu kommunizieren, die Entdeckung der Mühle ruft bei ihm eine neue Emotion der Neugierde und der Hoffnung herbei. Pavol Bršlík spielt nach und nach die weiteren Triümpfe seines enorm kultivierten und gefühlmäßig ehrlichen Vortrags aus. Bezaubernd ist sein Legato, im Rahmen dessen er jedoch keine Laute des Textes verliert, jedes Detail, jeder Konsonant ist absolut sauber artikuliert. Es ist eine bestimmte, unglaubliche Vereinigung des Quasi-Parlandos mit der gebundenen Phrase. In der Dynamik ist er fähig, einen musikalischen Gedanken zu modelieren, ihm mehr Klangfülle hinzufügen und anschließend davon abnehmen – und das alles dank seiner großartigen Atemstütze. Jeder Ton, jede Phrase steht dabei im perfekten Zusammenklang mit dem Klavier. Róbert Pechanec ist kein Begleiter, er ist ein Partner und Mitgestalter der Atmosphäre. Im vierten Lied (Dankgesang an den Bach) tritt die junge Müllerin in die Handlung ein. In den folgenden Liedern (Am Feierabend, Der Neugierige, Ungeduld) formt sich seine Beziehung zu ihr. Ein lebendiges Interesse an dem Mädchen, das Bedürfnis ihr Interesse zu wecken, ein aufregender Dialog zwischen dem Gesellen und dem Meister (die erstaunliche Fähigkeit des Tenors die Stimmfarbe zu modulieren und die Aussagen des Meisters zu imitieren) wächst in die Neugierde und in die Ungeduld hinüber. In einem Moment steifen Bršlíks Phrasen in weich berauschender Zärtlichkeit dahin, fließen in einem äußerlich friedlichem Strom dahin, aber im nächsten Moment sind sie durch andere Emotionen überlappt – zweifelnde Signale mit erhöhtem Herzschlag. „O Bächlein meiner Liebe“ im Lied Der Neugierige erklingt in einer fast belcantoartiger, leidenschaftlicher Linie. Morgengruss – das ist bereits direkte Rede, „einen guten Morgen der schönen Müllerin“, bleibt aber unerwidert. Das narative Lied Tränenregen in der Interpretation von Pavlol Bršlík ist schon ein Nachdenken über das gescheiterte Treffen und ein Spiegel seiner momentanen, psychischen Verfassung. Die ist vokal minutiös durchgearbeitet mit dem Schwerpunkt auf Tiefe und vor allem auf Emotion, die Färbung und die Dynamik von jedem Wort. In den weiteren Liedern verändert sich wieder vorübergehend die Stimmung. Augenblicklicher Jubel (Mein!), Selbstreflexion (Pause) auch schon in dramatischen Tönen das Böse vorhersagend. Noch eine wunderbare Huldigung der grünen Farbe, der Lieblingsfarbe der Müllerin und schon ist der Nebenbuhler in Sicht (Der Jäger). Die aufregende Stimmung zeichnet sich in Bršlíks Interpretation in den Ausdrucksschwankungen, dynamischem Schwellen und schnellem Puls aus. Jedes Wort ist dabei wiederum vollkommen artikuliert und das Lied fließt trotzdem in einem zügigen Legato. Das Drama – auch in der männlich festen, satten Stimme, sowie in einer emotional verletzbaren Stimme bei der Zeichnung des Heldenpsyche – kuliminiert allmählich. Er kehrt zurück zu den Unterhaltungen mit dem Bach, die pessimistischen Gedanken kämpfen in ihm, im Spiel ist der Jäger und das Grab. Die böse Farbe ist eine Nummer, die bereits in einer dramatischen Spannung in Erwartung der Tragödie komponiert wurde. Pavol Bršlík legt den passenden Akzent hinein mit einer satteren, rhythmisch und besonders dynamisch dringlichen Tonfärbung. Es ist ein dramatischer Monolog des Künstlers in einem seelischen Grenzzustand vorgetragen. Ein ungemein glaubwürdiger Höhepunkt. Die Skepsis, die Trauer und eine tiefe, intime Beichte mit einer dramatischen Gradation spiegelt Bršlík im Lied Trockne Blumen. Die letzten zwei Lieder (Der Müller und der Bach und Das Baches Wiegenlied) sind anfangs ein abschließender und rührend trauriger Dialog zwischen dem seelisch verletzten Gesellen und dem mitfühlenden Bach. Es entwickelt sich zur Resignation, sich dem Schicksal ergeben und endet mit einem Wiegelied. Der Mensch und die Natur sind in einer leisen und definitiven Harmonie verschmolzen. Alles endet. Pavol Bršlík führt das Drama zum Finale. Das Drama, in dem er so viele Farben, dynamische Nuancen, so viel Aufregung und Ausdrucksflattern dargeboten hat, dass es schwer fällt, es in Worte zu erfassen. Zu diesem unwiederholbaren Ergebnis ist er aber nicht alleine erlangt. Das Klavier ist in der Schönen Müllerin ein gleichwertiger Partner der menschlichen Stimme. Einzigartig daher auch Klaviervirtuose Róbert Pechanec. Er arbeitet mit Pavol Bršlík regelmäßig zusammen, ist also fähig, seine Atmung und seine emotionalen Zustände nachzuvollziehen, während er hinter der Klaviatur sitzt und ohne es nach außen merken zu lassen. Die Schöne Müllerin haben sich also die beiden geteilt. Der „Bach“ von Pechanec hat die Stimmungen so geändert, wie es Schuberts Dialog mit dem Gesellen befohlen hat. Er freute sich mit ihm, teilte mit ihm die Hoffnung auf eine erfolgreiche Beziehung, quälte sich, trauerte und ist mit ihm gestorben – das alles ist im Klavierpart, in seiner kontrastreichen Dynamik, prickelnden Rhythmik und Emotionalität erklungen. Es war nicht nur eine Klavierbegleitung, es war eine ausgewogene künstlerische Partnerschaft. Es war ein gleichwertiger Dienst am (ich wiederhole!) genialen Werk von Franz Schubert.

    Pavel Unger (trad. Magdaléna Tschmuck), 6. November 2014
  • Recital (Paris Bastille), Opéra Bastille Paris, April 2014

    Quelques jours avant que Jonas Kaufmann ne chante au Théâtre des Champs-Élysées le Voyage d’hiver, le ténor slovaque Pavol Breslik interprétait dans le cadre des Convergences de l’Amphithéâtre de l’Opéra Bastille, l’autre grand cycle schubertien. Moins métaphysique, chargé d’une angoisse différente, la Belle Meunière n’est pas facile à traduire à la fois dans son homogénéité et sa diversité. Schubert y fait se côtoyer beaucoup de thèmes qui lui sont familiers, amour espéré ou déçu, nature et existence qui s’écoule comme la rivière. Il y a une continuité dans la diversité, un fil continu malgré la multiplicité des humeurs et des couleurs. Pavol Breslik a l’avantage de posséder des moyens sans problèmes. Voix saine, claire, bien timbrée, souffle parfaitement maîtrisé et surtout grand respect du texte. Comme tout vrai chanteur de mélodie, il chante d’abord le texte, sans jamais chercher l’effet vocal. Alors tout trouve sa place comme naturellement. Les couleurs pourraient parfois être plus variées, mais la dynamique tient lieu d’expression et l’articulation très précise est aussi une force. La nostalgie est là, moins agressive que celle du Winterreise, plus abandonnée, plus douloureuse aussi, d’une certaine manière. Il y a l’enthousiasme poétique du début avec le joyeux Das Wandern, puis les premiers doutes et les premières interrogations de Wohin. Les moments de repos alternent avec les enthousiasmantes ardeurs de Ungeduld et puis cet amour de la verdure qui se transforme en inquiétude avec ce chasseur qui rode lui aussi (Der Jäger). Et tout s’achève dans cette tristesse douce où le destin se mêle au flot du ruisseau omniprésent, engloutissant, compagnon de mort, après avoir été le compagnon et l’ami de l’errance. On saura gré à Pavol Breslik et à Amir Katz, son pianiste partenaire du voyage, de nous avoir entraînés dans ce périple romantique si attachant avec pudeur, sensibilité et sans la moindre faute de goût. Décidément, l’art du Lied semble connaître une belle renaissance avec cette nouvelle génération d’interprètes.

    Gérard MANNONI, altamusica.com, 14. April 2014

    Alors que tout Paris bruisse déjà d’impatience en attendant le prochain Voyage d’hiver de Jonas Kaufmann au Théâtre des Champs-Elysées, un autre ténor, Pavol Breslik, s’est confronté à un autre cycle schubertien, La Belle Meunière, dans une autre salle, l’Amphithéâtre de l’Opéra-Bastille, le 3 avril dernier. Caser cette œuvre, écrite, en 1823, par un compositeur déjà au faîte de sa maturité artistique, entre deux représentations de La Flûte Enchantée, est aussi courageux que délicat, car toutes les ressources expressives de la voix y sont suscitées, à un moment ou à un autre. C’est peut-être pour cette raison que le jeune ténor slovaque semble légèrement tendu aux premières minutes du concert : « Das Wandern » n’a pas tout à fait la fraîcheur un peu naïve de celui qui n’a pas encore été mordu par l’amour. Mais rapidement, l’expression s’étoffe, le regard se voile, et la voix plie sa vigueur naturelle aux aléas de ces quelques vingt mélodies. « Der Neugierige », à la nostalgie savamment dosée, précède une « Ungeduld » si exaltée qu’elle déclenche quelques applaudissements. « Mein ! », et son mélange de joie et de fierté, cède vite la place à une colère aux éclats maîtrisés (« Der Jäger »), et à un final magistral, où les trois dernières pièces semblent ne former qu’une seule et même scène, un vaste lamento sur la douleur et le renoncement à la vie. Cette intensité, qui va crescendo tout au long du concert, on la doit aussi à l’excellent Amir Katz, accompagnateur consciencieux des moindres inflexions du chanteur, et surtout coloriste hors pair ; c’est tout un paysage mouvant, tantôt réaliste, tantôt halluciné, qui se dessine et se module à l’infini sous ses doigts. C’est dans les sonates du même Franz Schubert qu’on rêve maintenant de l’entendre.

    Clément Taillia, forumopera.com, 14. April 2014
  • Die Zauberflöte (Tamino), Opéra National de Paris, März 2014

    De la distribution d'Outre Rhin, on a gardé son meilleur élément, Pavol Breslik : un sourire sur la voix, un soleil sur chaque note, l'ombre de Wunderlich plane sur ce Tamino qui s'unit à merveille à la Pamina ...

    Emmanuel Dupuy, Diapason Magazine, 13. März 2014
  • Faust (Faust), Opernhaus Zürich, November 2013

    ... den in allen Lagen feinen und beredt phrasierenden Faust-Tenor Pavol Bresliks.

    Der Südkurier, 5. November 2013

    Das hauseigene Ensemblemitglied Pavol Breslik als Faust singt mit passendem lyrischem Gusto, schön phrasierend, ohne unnötige Forte-Drücker, und zeigt uns einen sexuell frustrierten Familienvater, der sich in seiner früh ausbrechenden Midlife-Crisis nach Abwechslung sehnt.

    Torbjörn Bergflödt, Südkurier, 5. November 2013

    Pavol Breslik in der Titelrolle legt den Faust wohlweislich sehr lyrisch an und strapaziert seinen biegsamen, weich geführten Tenor nicht mit unangebrachten heldentenoralen Allüren. ... Seine exquisite Phrasierung und die lyrische Eleganz der Tongebung machen alles wett...

    oper-aktuell.info, 5. November 2013
  • Die Zauberflöte (Tamino), Festspielhaus Baden-Baden, März 2013

    Einen hübscheren, gescheiteren, klareren, leidenschaftlicheren lyrischen Tenor als Pavol Breslik kann man für die Partie des Tamino derzeit auf der ganzen Welt nicht finden.

    Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 2013

    Pavol Breslik ist so ziemlich der feingliedrigste, ephebenhafteste und differenzierteste Tamino-Tenor, den man sich denken kann.

    Heinz W. Koch, Opernwelt, 1. Mai 2013
  • Eugen Onegin (Lenski), Royal Opera House Covent Garden, Februar 2013

    Meanwhile Pavol Breslik’s blonde bombshell of a Lensky stole the show: after delivering his wistful aria elegantly and falling victim to Onegin’s bullet, he played Sleeping Tigers, lying inert on the stage as a bloodstained corpse throughout the final act and duly winning the audience’s loudest applause.

    Rupert Christiansen, Telegraph, 7. Februar 2013
  • Don Giovanni (Don Ottavio), Los Angeles Philharmonic Orchestra, Mai 2012

    The role of Donna Anna's sympathetic suitor, Don Ottavio, is sung by Pavol Breslik, who possesses the exact combination of sweetness and flexibility that is required of a Mozartian tenor.

    Jim Farber, Pasadena Star New, 21. Mai 2012

    Pavol Breslik (Ottavio) was the vocal revelation of the evening, dispatching his two arias with remarkable breath control and gorgeous tone.

    Manuela Hoelterhoff, Bloomberg Business Week, 21. Mai 2012
  • Otello (Cassio), Bayerische Staatsoper München, April 2012

    Und zum erstenMal überhaupt singt Pavol Breslik den Cassio. Bei ihm glaubt man sofort, dass er Grund für eines Gatten Eifersucht sein könnte: hübsch, wohlerzogen, und mit viel verführerischer Poesie in der Stimme.

    Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 5. April 2012
  • Die Entführung aus dem Serail (Belmonte), Bayerische Staatsoper München, Januar 2012

    Von den Sängern bot Pavol Breslik die mit ungeheurem Abstand beste Leistung Bekanntlich ist er eine der weltweit führenden Mozartenöre und er krönte seine makellose Verkörperung des Belmonte mit der fast immer gestrichenen Baumeisterarie im dritten Akt, die zwar ein musikalisch unerlässliches Pendant zu Konstanzes Marternarie bildet, die aber mit ihren außerordentlich hohen Anforderungen an gesangliche Virtuosität, vor allem mit ihren vertrackten Koloraturen, die Leistungsfähigkeit der meisten Tenöre überfordert, sodass sie sie lieber weglassen. Dieses herrliche Stück, von Breslik mit strahlender Stimme vorgetragen, war der beglückende Höhepunkt des Abends.

    Der neue Merker, 19. Januar 2012
  • Elisir d'amore (Nemorino), Bayerische Staatsoper München, Januar 2012

    Aber seit er beherzt einsprang bei den Festspielen 2009, ist Pavol Breslik als Nemorino eine Idealbesetzung für diese Inszenierung. Dank einiger Proben ist er nun grandios in ihre Details hineingewachsen und verkörpert hinreißend den verliebten Jungen, den die Dorfschöne Adina (Adriana Kucerova mit feinem, koloraturensicheren lyrischem Sopran) abblitzen lässt, bis ihn der Liebestrank so cool und selbstgewiss macht, dass er plötzlich interessant für die Umworbene wird. Breslik schöpft aus einem unendlichen Repertoire an Verlegenheits- und Verliebtheitsgesten, stellt gespielte Männlichkeit aus. Er beglaubigt dabei jeden Gang und jeden Blick mit einem wunderbar natürlichen Gesang, der in Wahrheit kunstvoll perfektionierter Belcanto ist - in den zart gesponnenen, verhaltenen Legato-Passagen ('Una furtiva lagrima') ebenso wie im perlenden Parlando. Und wenn er, nachdem ihn der Damenchor lustvoll ausgezogen hat, ob dieser Wirkung des Tranks ganz beschwipst in Unterwäsche den perfekten Hüftschwung probt, bleibt kein Auge trocken.

    Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung, 2. Januar 2012
  • Eugen Onegin (Lenski), Wiener Staatsoper, September 2011

    Pavol Bresliks Lenski ist in Wien ja bereits bekannt und der junge Künstler bewies wiederum, dass er eine Idealbesetzung für den schwärmerischen Poeten darstellt. Seine mit berückendem Schmelz und feinsten dynamischen Schattierungen vorgetragene Abschiedsarie war für mich der Höhepunkt Abends, aber auch schon das an Olga gerichtete Arioso und Lenskis Beitrag zum mitreißenden Ensemble am Ende des Festes bei Larina bescherte dem Zuhörer „Fülle des Wohllautes“, um Thomas Mann zu zitieren. Wie alle ernsthaft arbeitenden Sänger ist Breslik natürlich nicht an reinem Schöngesang interessiert, sondern seine sichere Technik und seine strahlende Höhe stehen vor allem im Dienste dramatischer Wahrheit und einer überzeugenden Charakterisierung der jeweils verkörperten Figur. In idealer Weise werden die erwachende Eifersucht, die Kurzschlusshandlung der Forderung zum Duell, Verzweiflung und Todessehnsucht sowohl stimmlich als auch darstellerisch gemeistert. Dass Bresliks Aussehen vollkommen der Rolle des Lenski entspricht, ist ein weiterer Vorzug,

    Dr. Georg Freund, Der neue Merker, 29. September 2011
  • Don Giovanni (Don Ottavio), Wiener Staatsoper, September 2011

    Pavol Breslik sang seinen in Wien schon bekannten Ottavio und er war wiederum der beste Vertreter dieser Rolle seit vielen Jahren. Bresliks Stimme ist herrlich und unverwechselbar timbriert, sein besonders im zärtlichen „Dalla sua pace“ eingesetztes Legato perfekt. Wunderbar das heroischere „Il mio tesoro“, das an Wohllaut kaum übertroffen werden könnte. Seine vokale Charakterisierungskunst setzte Breslik auch ein, um den oft als Schwächling dargestellten Don Ottavio als eindrucksvollen Edelmann zu präsentieren, würdig der Zuneigung Donna Annas.

    Georg Freund, Der neue Merker, 14. September 2011
  • Rezital, Prinzregententheater München, Juli 2011

    Zwei Tage nach dem umjubelten Liederabend von Jonas Kaufmann im Nationaltheater konnte der junge slowakische Tenor Pavol Breslik im Prinzregententheater mit einen klug zusammengestellten Liedprogramm einen ebenso großen Publikumserfolg erzielen: Die Leute schrien Bravo und trampelten, dass das ganze Haus vibrierte- eine auch aus Bayreuth bekannte, etwas urwüchsige Art, seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Pavol Breslik verfügt über eine herrlich timbrierte lyrische Tenorstimme von hohem Wiedererkennungswert, meilenweit entfernt von dem kopfigen Gesäusel, das immer wieder aus Tenormund in Konzertsälen und auf Opernbühnen ertönt. Seine Technik ist sicher, sein Legato vollkommen. Sein Piano klingt geradezu ätherisch, seine Phrasierung ist sehr intelligent und geschmackvoll, seine Artikulation prägnant. Wort und Ton entsprachen einander stets bei seinen feinfühligen Lied-Interpretationen. Sein von der Opernbühne her bekanntes großes Schauspieltalent manfestierte sich immer wieder, wenn er die Lieder durch prägnante Gesten unterstrich und dadurch grroße Lebendigkeit des Vortrages erzielte. Er begann mit Dvoraks sehr abwechslungsreichen, alle nur erdenklichen Stimmungen schildernden Zigeunermelodien, die natürlich in Originalsprache vorgetragen wurden. Ausgelassene Lebensfreude wurde ebenso überzeugend vermittelt, wie Liebeskummer und Todesahnung. Tief bewegend das Lied „Als die alte Mutter“ Es folgten Liszts Tre sonetti die Petrarca, die zu den frühesten Liedkompositionen des Meisters zählen. Die Innigkeit von Pace non trovo gelang ebenso überzeugend wie das Pathos von Benedetto sia l´giorno und die himmlische Vision von I´vidi in terra. Der Vortrag des Künstlers war bei diesem Liedblock fast opernhaft, er setzte hier( stilistisch sehr passend) mehr Vibrato ein als sonst:- kein gebürtiger Italiener hätte idiomatischer klingen können. Wenige Tage zuvor hatte ich Breslik in einer italienischen Rolle, als darstellerisch und gesanglich wohl kaum zu übertreffenden Gennaro an der Seite der noch immer amtierenden Koloraturkaiserin Gruberova als Lukrezia Borgia erlebt. Höhepunkt des Abends war Schumanns Zyklus Dicherliebe. Die 16 Lieder nach Texten von Heine boten Breslik Gelegenheit, das gesamte Spektrum zwischen Freuden und Leiden der Liebe nicht nur gesanglich glanzvoll zu bewältigen, sondern unter Beachtung aller Nuancen von Text und Musik, auch emotionell auszuschöpfen. Die Ironie Heines wurde entsprechend akzentuiert, etwa in dem üblicherweise nur gefühlvoll vorgetragenen Lied „Ein Jüngling liebt ein Mädchen“ Hier ließ Breslik sehr schlüssig Heines Sarkasmus aufblitzen. Erstaunlich und gerade für einen Slawen höchst ungewöhnlich ist des Sängers völlig akzentfreie Beherrschung der deutschen Sprache- eigentlich eine Grundvoraussetzung für einen gelungenen Vortrag deutscher Lieder, die leider auch von bedeutenden Künstlern nicht immer auf so vollkommene Weise erreicht wird. Die Aussprache Bresliks ist so perfekt, dass ein Mitlesen des Textes entbehrlich wurde. Das jubelnde Publikum, darunter auch Nina Stemme, erklatschte sich (wie bei Kaufmanns Liederabend) vier Zugaben: Schumanns Dein Angesicht, Bellinis Vaga luna und zwei slowakische Volkslieder, deren für den Großteil der Anwesenden nicht verständliche Texte der Künstler zuvor kurz erklärt hatte. Das letzte Lied wurde in Ermangelung von Noten für den Pianisten von Breslik sogar a cappella vorgetragen, und zwar keineswegs weniger wirkungsvoll. Der noch sehr junge, hoch talentierte Amir Katz begleitete einfühlsam und stilsicher- besonders schön war das Nachspiel zum letzten Lied der Dichterliebe. Katz wird übrigens am 18. Dezember im Brahmssaal mit einem Chopin-Programm in Wien debutieren.

    Georg Freund, Der neue Merker, 28. Juli 2011

    Auch Pavol Breslik ließ Liszt nicht links liegen. Bei seinem umjubelten Festspiel-Liederabend am Donnerstag im dicht besetzten Prinzregen-tentheater folgte er quasi Diana Damraus Spuren, die sich am Vorabend ebenfalls Liszts Petrarca-Liedern gewidmet hatte. Ein interessanter Vergleich: Da wo Damrau und Deutsch sich ganz dem Fluss der Musik an-vertrauten, suchten Breslik und sein Klavierbegleiter Amir Katz die Hindernisse. Beide gingen individueller, eigenwilliger, kühner vor, so dass das Zukunftsweisende in Liszts Musik (vor allem im Klavier) stärker hervortrat. Breslik agierte mit großer Stimm-Geste, fürchtete sich nicht vor Forte und Leiden-schaft und wechselte dabei ge-konnt die Register. Eröffnet hatte der Sänger den Abend mit Dvoraks Zigeuner-liedern, die man eher von süf-figen Mezzos kennt. Breslik setzte mit seinem hellen, männlichen Tenor weniger auf satte Stimmfülle denn auf klare Linienführung und punktete als Slowake überdies mit geschmeidiger Originalsprache. Auf ein introvertiertes, enorm zurückgenommenes „Rings ist der Wald so stumm und still“ folgte ein „Als die alte Mutter“ mit beinahe nobler Emphase. So differenziert hört man diese Lieder selten. Amir Katz war dabei weniger Begleiter als rhythmisch wacher Mit- Gestalter. Dass Pavol Breslik nicht nur im Tschechischen und Italieni-schen zuhause ist, sondern auch ein nahezu akzentfreies Deutsch beherrscht, kam den wunderbaren Gedichten von Heinrich Heine sehr zugute. Im musikalischen Gewand Robert Schumanns krönten die 16 Gesänge der „Dichterliebe“ den Abend. Breslik interpretierte die Liebeslieder schlicht und zugleich mit hoher Kunstfertigkeit: Er führte seine Stimme fast vibra-tolos und instrumental, ließ sie dennoch schmettern wie die Trompeten oder erbleich und dunkelte sie effektvoll ein. Trotz, Verzweiflung, Schmerz und ein wenig Hoffnung durchlebte er so, wagte sich vor bis zum Ausgedörrten - „Ich hab‘ im Traum geweinet“. Und Katz spann all das in den Nachspielen fort. Bei den Zugaben spendierte Breslik zuletzt ein slowakisches Volkslied: A-cappella.

    Gabriele Luster, Münchner Merkur, 30. Juli 2011

    Am Ende gingen die Noten aus. Und man wollte gar nicht glauben, dass ein Darling wie Pavol Breslik tatsächlich davon ausging, mit drei Zugaben einfach so davonzukommen. Allerdings gab’s schon beim Applaus ein so wunderbar unbeholfenes Hin und Her mit seinem Klavierpartner Amir Katz, dass man den beiden so ziemlich alles abnahm. Womöglich noch eine Bewässerungsanlage für den Münchner Sommer. Das war der Clou und zugleich die Crux dieses ersten Liederabends, den Breslik seinen Münchnern bescherte. Denn selten taucht einer so aufrichtig ein ins kunstvolle Geschehen, nimmt jede Faser mit dem heiligen Ernst eines Hochamts. Da fehlt dann auch jede Distanz, die nicht nur in Robert Schumanns „Dichterliebe” heilsam wäre. Der Witz, die Selbstironie bleiben sowieso auf der Strecke. Man mag an den frühen Fritz Wunderlich denken – und goutiert dann eben doch, dass just diese „Dichterliebe“ unsäglich delikat gesungen ist, mit vorbildlicher Diktion und manchen zarten Schattierungen. Nur werden die vom etwas zu pedalreichen, gerne mal zähen Spiel des Pianisten konterkariert. Und auch die wild wuselnden Englein in „Das ist ein Flöten und Geigen“ bekamen bleierne Flügel. Da war der 32-jährige Slowake doch besser aufgehoben bei Franz Liszts „Petrarca”-Sonetten, die weniger Phonkraft vertragen hätten, und mehr noch bei Antonín Dvoráks „Zigeunermelodien”. Kaum einer wirft sie mit dieser Vertrautheit, dieser Selbstverständlichkeit in den Raum, in weiten, emphatischen Bögen. Mit dieser flexiblen, geschmackvoll geführten Stimme geht so ziemlich alles, das ist verlockend, doch ganz in die Tiefe gelangt Breslik erst in den Liedern aus der Heimat. Heulen hätte man mögen, mit dem Mütterlein hinterm Wald.

    Christa Sigg, Abendzeitung, 2. August 2011

    Zauber der Stimme. Pavol Breslik im Prinzregententheater. Mit so langem und begeistertem Beifall hatte Pavol Breslik - an der Staatsoper seit Jahren für zahlreichen Auftritte in Mozart- und Donizetti-Partien geliebt - wohl bei seinem ersten Liederabend nicht gerechnet. Also gab es nach Bellinis berückendem 'Vaga luna' für die vierte Zugabe im Prinzregententheater keine Klaviernoten. Der 32-jährige musste das böhmische Lied 'vom vergifteten Apfel der Liebe, den ein Mädel seinem Jungen nicht geben will' ganz ohne Begleitung singen! Welch schöner, berührend natürlicher Abschluss eines Abends, an dem der slowakische Tenor zuerst an der Seite von Amir Katz am Flügel mit Dvoráks 'Cigánské melodie' auf Tschechisch dank seines Temperaments wie einer berückenden Intensität und Schönheit des Singens bezauberte. 'Wer auch im Schmerz noch singen kann, der lebt; nicht wird sein Lied vergehen', heißt es im dritten der Zigeunerlieder; und wie da ganz fein gesponnene Klavierfäden die Singstimme umwebten, war einer von vielen wunderbaren Momenten an diesem Abend. Danach Franz Liszts Petrarca-Sonette, und auch hier überzeugte die große Emotionalität, mit der Breslik jede Phrase modellierte, diese Unbedingtheit des Singens und Gestaltens, die Leuchtkraft einer edel timbrierten Stimme, nicht zuletzt in der Höhe. Dazu ein Pianist wie Amir Katz, der den Sänger mit einer großartigen Verhaltenheit stützte, die nie bloßes Begleiten war, sondern auch den Nachspielen eine zwingende Bedeutung gab, ohne je groß aufzutrumpfen. Robert Schumanns 'Dichterliebe' war der sattsam bekannte Prüfstein. Aber für eine halbe Stunde hatte man alle Aufnahmen, alle Live-Erlebnisse mit diesem Zyklus vergessen, so bezwingend war die Einheit zwischen Singen und Klavierspiel, das zugleich weich fließend und von farbig gesetzten Akzenten durchpulst war. Fast makellos das Deutsch und die Artikulation Bresliks, mehr noch, der leichte slawische Akzent war nie störend, sondern eine besondere, charmante Farbe. Zurückhaltung bot jetzt auch Breslik, bevor mit zunehmender Verdüsterung der Lieder der Schmelz seines lyrischen Tenors den Heine-Text weit in den Raum trug: 'Ach könnt" ich dorthin kommen, und dort mein Herz erfreu"n, und aller Qual entnommen und frei und selig sein.' Bewegender kann man das Zauberreich der (Todes-)Nacht nicht herbeisehnen.

    Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung, 2. August 2011
  • Macbeth (Macduff), Deutsche Oper Berlin, Juni 2011

    Macduff ist der Rächer aus dem Exil, der, bevor er zur Tat schreitet und Macbeth richtet (der sich in seinem Macht- und Blutrausch längst selbst gerichtet hat), noch einmal den Schmerz besingt, pars pro toto: „O figli, o figli miei“. Pavol Breslik macht das mit einer Intensität und einer emphatischen Mühelosigkeit im Tenor, dass es einem vor Schönheit das Herz abschnürt. Leiden, sagt Verdi, hat nur dort einen Sinn, wo es Mit-Leiden erzeugt. Schade, dass die Arie nicht viel, viel länger ist.

    Christine Lemke-Matwey, Der Tagesspiegel, 14. Juni 2011

    Und Pavel Breslik verwandelt mit seiner tenoralen Strahlkraft den Macduff fast in eine Lichtgestalt - bis auch er einen Orden an die Brust geheftet bekommt und sich in die finale Hoffnungslosigkeit einreiht.

    Volker Blech, Berliner Morgenpost, 14. Juni 2011
  • Das Buch mit sieben Siegeln (Johannes), Musikverein Wien, Mai 2011

    Erwin Ortner und der junge Tenor Pavol Breslik triumphierten mit Schmidts "Buch mit sieben Siegeln" im Musikverein. Das war bewegend und mitreißend. Überwältigend der neue Johannes, Pavol Breslik, ein lyrischer Tenor mit Goldtimbre, wortdeutlich und ungemein engagiert ...

    Wilhelm Sinkovicz, Die Presse, 3. Mai 2011
  • Liederabend, Oper Frankfurt, März 2010

    Pavol Breslik: Ein neuer Stern am Tenorhimmel. In der Bayerischen Staatsoper in München hat er längst eine begeisterte Fangemeinde, in Frankfurt gilt der slowakische Tenor Pavol Breslik noch als Geheimtipp. Am 2. März gab der 31jährige in der Frankfurter Oper einen Liederabend mit Werken von Schumann, Richard Strauss und Dvorak. Der große Saal der Frankfurter Oper füllte sich nur langsam, war zu Konzertbeginn dann aber bis auf die oberen Ränge vollbesetzt. Wer da war, wird den Abend nicht vergessen, denn man konnte einen bescheidenen, fast schüchternen jungen Sänger erleben, den seine fulminante Karriere selbst am meisten zu überraschen scheint. ... So faszinierte er auch das Publikum in der Frankfurter Oper mit seinem lyrischen Tenor, der einen hellen Klang und eine strahlende Höhe hat, aber genauso zu dramatischen Ansätzen in der Lage ist. ... Bei den Zigeunermelodien von Antonin Dvorak schließlich - in Bresliks Muttersprache gesungen - die er ebenfalls mit traumwandlerischer Leichtigkeit meisterte, schien der Sänger aufzutauen, und hier huschte ihm auch zum erstenmal ein Lächeln übers Gesicht. Dass Pavol Breslik kein Stimmbandbolzer und vibrierender Kraftmeier ist, sondern ein feinsinniger und manchmal heimwehkranker Künstler, zeigte auch seine letzte Zugabe, die er zur allgemeinen Heiterkeit mit dem Kommentar “wir haben keine Noten mehr” einleitete. Was er dann sang - ohne Klavierbegleitung, nur mit seiner weichen, lyrisch leuchtenden, an Mozart geschulten Tenorstimme - war ein Lied aus seiner Heimat, das schon seine Großmutter und seine Mutter auf Hochzeiten vorgetragen hatten, und in dem es, wie Pavol Breslik mit schüchternem Lächeln kommentierte “um Liebe geht und natürlich auch um Leid”.

    Hannah Glaser, Crescendo, 5. März 2010

Audio/Video

Next performances