Marco Arturo Marelli

Director

Biography

Marco Arturo Marelli was born in Zurich and completed his artistic education in his hometown. Several engagements followed as assistant in Vienna, Salzburg and with the State Opera in Hamburg, where he then made his debut as stage director.

Following engagements and productions include the Hamburgische Staatsoper (Falstaff, Cosi fan tutte, Don Giovanni, Der fliegende Holländer, Radamisto and Rosenkavalier), the Vienna State Opera (Schweigsame Frau, Gianni Schicchi, La Sonnambula, Zauberflöte, Cardillac, Falstaff, Capriccio, Medea, La Fanciulla del West), the Deutsche Oper Berlin (Pélléas et Mélisande and Ägyptische Helena), the Semperoper Dresden (Tristan und Isolde, Capriccio, Ariadne auf Naxos), Royal Opera House Stockholm (Turandot and Zauberflöte), the Opéra National de Paris, the Théâtre du Châtelet, the Royal Opera House Covent Garden, London as well as the opera companies of Tokyo, Helsinki, Copenhagen, Zurich, Madrid, Barcelona, Cologne, Graz, Strasbourg and Bonn.

In addition to the baroque repertoire and the Mozart, Verdi, Wagner, Richard Strauss and Puccini operas, Marco Arturo Marelli has also directed an interesting amount of modern and contemporary works such as Ligeti's Le grand macabre (Zurich), Henze's Prinz von Homburg (Cologne), Hindemith's Cardillac and Schoenberg’s Jakobsleiter (Vienna State Opera) and the world premieres of Aribert Reimann’s Medea (Vienna), Matthias Pintscher's Thomas Chatterton (Dresden) as well as Hans-Jürgen von Bose's Die Leiden des jungen Werthers (Hamburg).

Marco Arturo Marelli has been especially acclaimed for his directing rediscovery of formerly forgotten operas such as Amadis by J.Chr. Bach (Hamburg), Semele and Radamisto by G.F. Händel (Ludwigsburg Festival), Des Teufels Lustschloss by Franz Schubert (Zurich/Vienna Festival) and Le vin herbé by Frank Martin (Zurich).

He has been working with such renowned conductors as Sir Roger Norrington, Christoph von Dohnànyi, Philippe Jordan, Nikolaus Harnoncourt, Marc Albrecht, Christoph Eschenbach, Michael Gielen, Lothar Zagrosek, Gerd Albrecht, Franz Welser-Möst, Fabio Luisi and Michael Boder.

Photos

Press

  • Die lustige Witwe, Volksoper Wien, Mai 2011

    „Marelli ist in seiner versöhnlichen Regieart ein großer Spagat gelungen. Seine neue Volksopern-„Witwe“, die, nach einer verunglückten Produktion der Ära Berger, nun wieder sehr genießbar in den Spielplan zurückgekehrt ist, nimmt ihre Protagonisten sehr ernst. … Doch Marelli lässt auch das Revuehafte, den Humor nicht zu kurz kommen.“

    Stefan Musil, Die Presse, May 23, 2011

    „Was wäre die Wiener Volksoper ohne eine gute „Lustige Witwe“? Nachdem die letzte Produktion aus dem Jahr 2005 nicht gerade geglückt und wenig geliebt war, hat man daher den vor allem in der Oper tätigen Marco Arturo Marelli verpflichtet, um Lehárs Welthit neu zu inszenieren. Eine gute Entscheidung, denn Marelli versteht es in seinem versöhnlichen Regiestil der durchaus tückischen Gattung Operette blendend gerecht zur werden. “

    Stefan Musil, TT.com, May 23, 2011

    „Also ging die Volksoper auf Nummer sicher und engagierte mit Marco Arturo Marelli einen Regisseur, der für seine geschmackvollen, intelligenten und psychologisch motivierten Arbeiten bekannt ist. Und tatsächlich: Marellis Deutung von Lehárs Meisterwerk - warum es gegen den Regisseur bei der Premiere auch Proteste gab, ist völlig rätselhaft - überzeugt. Denn Marelli konzentriert sich ganz auf das Verhältnis zwischen der "Witwe" Hanna Glawari und ihrem Danilo. Er seziert gekonnt die Emotionen dieser zwei einander liebenden "Königskinder", treibt in einem schönen Pariser Fin-de-Siècle-Salon (Ausstattung: Marelli) der Operette jede Plüschhaftigkeit aus. Und Marelli kommt gar nicht erst auf die Idee, seinen Danilo als Abziehbild solcher Legenden wie Johannes Heesters oder Harald Serafin zu zeichnen. Im Gegenteil: Hier wird der Danilo gegen den Strich gebürstet. Hier ist er kein nobler Bonvivant, sondern ein mit dem Leben und seinen Gefühlen überforderter Provinzler, der sich die Zeit in Paris mit Sex und Alkohol vertreibt. Und auch sonst vermeidet Marelli die billigen Pointen, sondern zeigt Operette pur. Das ist lustig und schön anzusehen (auch dank der Kostüme von Dagmar Niefind) und hat Tempo (flott die Choreografie von Renato Zanella) und Witz.“

    Peter Jarolin, Der Kurier, May 23, 2011

    Bei seiner ersten Operettenregie hat Marelli ganz auf große Oper gesetzt, ein Bühnenbild entworfen, das nicht nur vom Jugendstil bis Art Déco beeinflusst war, sondern auch mit ganz wenigen Versatzstücken schnell Räume und so auch bei aller Größe Intimität schaffen konnte. Es gelang so eine ungemein elegante „Witwe“, die aber – und das war vielleicht das Wichtigste – die tradierten Klischees weitgehend aussparte. Nicht dass am Text gerüttelt wurde, oder gar das ganze Werk auf den Kopf gestellt worden wäre – nein, ganz im Gegenteil, man erlebte das Stück pur in seiner ganzen Meisterschaft, gespickt mit viel, aber sehr raffiniert eingesetztem Witz. Keine platte Comedy, sondern ebenso eleganter und damit dann doch sehr wienerischer Humor. Die Idee, den Graf Danilo mit einem sehr jungen Sänger – Daniel Schmutzhard – zu besetzen, ging voll auf.

    Michael Wruss, Oberösterreichische Nachrichten, May 23, 2011

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