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Johannes Martin Kränzle - Baritone/Bass

Press

Meistersinger von Nürnberg (Beckmesser), Oper Köln, September 2009

«Aber nur eine Figur überzeugt darstellerisch wie sängerisch: Den Stadtschreiber Sixtus Beckmesser entwickelt Johannes Martin Kränzle perfekt vom etwas lächerlichen Amtsdiener bis zur totalen Knallcharge. Sängerisch stets brillant und sogar im Wort verständlich verkörpert er das Ideal seines Regisseurs»

Olaf Weiden, Kölnische Rundschau, 21.09.2009

«Herausragend zumal Johannes Martin Kränzle als auch darstellerisch überzeugender Beckmesser, der die Rolle einmal nicht als Karikatur anlegt, sondern - bei aller Detail-Differenzierung - mit Würde und Tragik ausstattet.»

Markus Schwering, Kölner Stadt-Anzeiger, 21.09.2009

«Johannes Martin Kränzles Beckmesser hätte den Preis verdient, so differenziert witzig und stimmlich subtil er den Stadtschreiber als einen zeigt, der aus seiner Haut nicht kann.»

Holger Noltze, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2009

«Das Blumenkränzlein ist zwar laut Libretto dem stolzen Ritter vorbehalten, in Köln hätte es aber nur dem Stadtschreiber gebührt: Johannes Martin Kränzle vermochte seiner Figur nicht nur Leben und Gestalt zu geben, er war als einziger auch fähig, seinen Part zu entwickeln: Vom bärbeißigen Stadtschreiber, über den abendlichen gestörten, dann verprügelten Serenadensänger bis zum Mitleid erregenden Outlaw der Gesellschaft, Kränzle lebt, kostet das mit jeder Faser aus. Seine Pantomime lässt ihn zum veritablen tragischen Komödianten wachsen, selbst das etwas alberne Gefuchtel mit den Hakenkreuzwimpeln wirkt bei ihm nicht peinlich, sondern geriet ihm zur grandiosen Groteske. Dabei ist er auch der einzige, der seine Stimme zum spielerischen Instrument wachsen lässt, jede Phrase, jede Note wächst ihm zur sinnerfüllten Auslotung seines Parts. Hier wird nichts überzeichnet, nicht zur karikierenden Posse degradiert, aus seinem Preislied macht Kränzle ein Poem ganz eigener Art, ein Kunstlied, gebrochen im wagnerschen Humor eines Prädadaismus.»

Dirk Altenaer, Der neue Merker, 21.09.2009

«Der einzige, der als Sänger wie als Schauspieler völlig souverän wirkt an diesem Abend, ist Johannes Martin Kränzle als Beckmesser.»

WDR 5, Scala, 21.09.2009

«Immerhin aber beschert später der großartige Bariton Johannes Martin Kränzle dem Publikum grandiosen Slapstick, mit dem er den Sixtus Beckmesser in all seiner erbsenzählenden Verklemmtheit der Nachkriegszeit zeigt…. Aber es gibt auch bei diesen „Meistersingern“ ein paar herausragende Akteure: In diesem Fall sind das Robert Holl als Hans Sachs und Kränzle als Beckmesser.»

Ralf Döring, Neue Osnabrücker Zeitung, 21.09.2009

«Dennoch: der Star des Abends war diesmal der Beckmesser alias Johannes Martin Kränzle. Gesangliche Leistung, Textbehandlung und szenische Darstellung bildeten bei diesem Portrait eine selten zu erlebende Einheit. Da saß jeder Ton, jede Ausdrucksnuance, und doch wirkte das Ganze in keinem Moment konstruiert oder manieriert. Zu Recht wurde er zum Schluss am meisten gefeiert.»

Das Opernglas, 01.11.2009

«Das alles ist fein und genau gearbeitet und schlägt aus dem Kontrast von Einst und Jetzt Funken. So etwa in Johannes Martin Kränzles grandiosem Charakterportrait des Beckmesser: Schon im „hochgelehrten Stadtschreiber“ des ersten Aktes lässt Kränzle den Mitläufer und Schreibtischtäter späterer Zeiten durchschimmern –bis hin zur hochkomisch ausgespielten Szene in der Schusterstube, die ein wenig an Wolfgang Staudtes Film „Rosen für den Staatsanwalt“ denken lässt.»

Die Opernwelt, 01.11.2009