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Johannes Martin Kränzle - Baritone/Bass

Press

Herzog Blaubarts Burg (Blaubart), Oper Köln, März 2010

«Sehr gut und genau herausgearbeitet im steten Wechselspiel von Anziehung und Abstoßung ist die Beziehung zwischen Judith und Blaubart. Dieses freilich auch dank der wiederum herausragenden sängerischen wie darstellerischen Leistung von Johannes Martin Kränzle und seiner Partnerin Takesha Meshé Kizart, die dafür, dass es sich auch hier um Rollendebüts handelt, ihre ja nun alles andere als einfachen Partien mit bemerkenswert kaltblütiger Souveränität ablieferten. Der Partie der Judith muss in der tiefen Lage glühen und leuchten, ein Mezzo. In dessen Zone reicht Kizarts voluminöser und nunancenreicher Sopran mühelos hin. An Kränzle begeistert erneut die phänomenale Präsenz der Stimme. Er beherzigt eindrucksvoll Kultur und Tugend der differenzierten Artikulation - zwischen archaischer Dürre und entfachter Glut. Und in der Intensität eines Zusammenspiels, das diesen Namen wirklich verdient, dürfte dieses Paar kaum zu übertreffen sein.»

MARKUS SCHWERING, Kölner Stadt-Anzeiger, 15.03.2010

«Johannes Martin Kränzle ist ein stimmlich schlanker und klar fokussierender, dennoch kraftvoll-dramatischer Blaubart, der zudem die ungarische Sprachmelodie (die der Musik die Struktur gibt) ausgezeichnet wider gibt.»

STEFAN SCHMÖE, Online Musik Magazin, 15.03.2010

«Das alles inszeniert der Regisseur pointiert und gekonnt, wobei Johannes Martin Kränzle und Takesha Meshé Kizart in den Hauptrollen das Konzept mit Haut und Haaren umsetzen. Ein Herzog von furchteinflößender Autorität, die allmählich in sich zusammenbricht, gelingt Kränzle.»

PEDRO OBIERA, Giessener Allgemeine Zeitung, 15.03.2010

«Takesha Meshe Kizart und Johannes Martin Kränzle (ein geradezu beängstigend morbider Blaubart) singen und spielen so intensiv, als würden sie persönliche Grenzerfahrungen verarbeiten.»

CHRISTOF ZIMMERMANN, Bonner Generalanzeiger, 15.03.2010

«Blaubart, die Märchenfigur, tritt in düsterer Heinrich VIII.- Montur auf. Ein Baum von einem Kerl, der auch so singt. Johannes Martin Kränzle, nach seinem Beckmesser-Portrait bereits im zweiten Kölner Premiereneinsatz der laufenden Spielzeit, bewältigt die Rolle glänzend, stimmlich wie darstellerisch: als rohe Autorität und als zart Liebender. Wie er sein “ Das ist mein Reich” triumphal in den Saal schleudert, wer er verzweifelt fragt: “Warum willst Du alle Türen öffnen?”, das hat Größe, das hat Aussagekraft. Kränzles kraftvolle Stimme findet stets die Balance von plastischer Diktion und eloquenter Kantilene, was zur Partie des verwundbaren Grobians wunderbar passt. Er hat eine Fähigkeit, allem Dämonischen Nachdruck zu verleihen.»

Christoph Vratz, Die Opernwelt, 10.05.2010