Christof Loy - Director
Press
- Louise, Deutsche Oper am Rhein Duisburg, Oktober 2008
- Così fan tutte, Oper Frankfurt, März 2008
- Armida, Salzburger Festspiele, Juli 2007
- Simon Boccanegra, Oper Frankfurt, Mai/Juni 2007
Louise, Deutsche Oper am Rhein Duisburg, Oktober 2008
«Lange sitzen Mutter und Tochter stumm da, jene spürbar dominant, diese mit einem sonderbaren Flackern um die Augen – grossartig, wie Loy die beiden Frauen und ihr Verhältnis zueinander allein schon durch Mimik und Körperhaltung charakterisiert. ... Wenn Loy nun in einer kurzen Dia-Sequenz Postkartenansichten der Seine-Stadt zeigt, so hat dies tieferen Sinn, genauso wie die überschäumende Festfreude bei Louises «Musenkrönung», von der grotesk erstarrte Körper zurückbleiben. Nach Loys zunehmend reduktionistisch gewordenen letzten Arbeiten konstatiert man hier wieder eine erfrischende Lust am bunten, bewegten Spiel. ... Seine Spezialität aber bleibt die psychologische Analyse, und diese ist es, die ein ganz neues Licht auf «Louise» wirft. Schritt um Schritt deckt er auf, dass die enge Beziehung zwischen Vater und Tochter eine inzestuöse ist und die frustrierte Mutter (die grossartige Marta Márquez) die Rolle der Mitwisserin und Mittäterin spielt. Das Ende führt zurück an den Anfang. ... Nach diesem Auftakt zu Tobias Richters «Finale furioso» an der Rheinoper hat Loy gute Chancen, 2009 ein weiteres Mal «Regisseur des Jahres» zu werden.»
Marianne Zelger-Vogt, Neue Zürcher Zeitung, 13.10.2008
