Martin Kusej - Regisseur
Biographie
Martin Kusej wurde in Kärnten geboren und absolvierte sein Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Nach Assistenzen in Salzburg und Ljubljana entstanden ab 1987 erste eigene Inszenierungen. Aufführungen von Klassikern und Zeitgenossen, darunter manche Weltpremiere, realisierte er u.a. für das Burgtheater Wien, das Staatsschauspiel München, das Theater Klagenfurt, das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater in Hamburg sowie für die Volksbühne Berlin. Kusejs Interpretation von Ödön von Horváths «Geschichten aus dem Wiener Wald» wurde ebenso zum Berliner Theatertreffen eingeladen wie seine Burgtheater-Inszenierung von Karl Schönherrs «Glaube und Heimat». Eine enge Zusammenarbeit verbindet Martin Kusej in den letzten Jahren vor allem mit dem Staatstheater Stuttgart, wo er u.a. Sophokles' «Ödipus», Sarah Kanes «Gesäubert», Shakespeares «Hamlet» (in Koproduktion mit den Salzburger Festspielen), Purcells «King Arthur», Beethovens «Fidelio», Nonos «Al gran sole», Schrekers «Die Gezeichneten» und Verdis «Otello» inszenierte. Weitere Opernarbeiten waren «Elektra» (2003) «Die Zauberflöte» (2007) und „Genoveva“ (2008) am Opernhaus Zürich, «Don Giovanni» (2002) und «La Clemenza di Tito» (2003) bei den Salzburger Festspielen, «Carmen» (2004) an der Deutschen Staatsoper Berlin und «Lady Macbeth von Mzensk» (2006) an der Amsterdamer Oper. 2005/06 leitete Martin Kusej das Schauspiel der Salzburger Festspiele und brachte hier u.a. Grillparzers «König Ottokars Glück und Ende» und Nestroys «Höllenangst» heraus. Am Staatsschauspiel München inszenierte er 2007 Büchners «Woyzeck» und 2008 an der Bayerischen Staatsoper Verdis „Macbeth“. Ab 2011 ist Martin Kusej Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels München.
Letztes Update: 01.09.2008© Textänderungen und -kürzungen sind ausschliesslich mit unserer Genehmigung möglich. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

