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KS Nina Stemme - Sopran

Presse

Tristan und Isolde (Isolde), Wiener Staatsoper, Juni 2013

«Schon in den Wochen zuvor hat sie das Publikum als Brünnhilde zur Raserei gebracht und mit der Isolde hat sie gestern Abend gezeigt, dass sie sich eindeutig auf dem Höhepunkt ihrer Karriere befindet. Für diese Stimme gibt es keine Grenzen- scheinbar mühelos badet sie im wagnerschen Klang - ein Vergnügen von der ersten bis zur letzten Sekunde.»

Susanna dal Monte, ORF 1, 14.06.2013

«Es ist dem geneigten, regelmäßigen und potenziellen Opern-Publikum von einem Ereignis zu berichten. Dieses trägt einen Namen, und der lautet Nina Stemme. Die schwedische Sopranistin, die zuletzt mit der Gestaltung aller Brünnhilde-Partien im Wiener „Ring“ die Wagner-Freunde, derer es so viele gibt, erfreute, ist seit Donnerstag an der Staatsoper als Isolde in Richard Wagners „Tristan und Isolde“ zu hören, nein, zu erleben. </p> <p>Die sängerische Leistung erinnert an die ganz Großen dieses Faches, die man entweder von Liveauftritten oder nur noch von historischen Plattenaufnahmen kennt. Die meisten von ihnen, ohne herausragende Künstlerinnen gegeneinander auszuspielen, übertrifft Stemme sogar bei Weitem. An der Staatsoper oder vergleichbaren Operntheatern war jedenfalls schon viele Jahre, sogar Jahrzehnte eine Wagner-Sängerin mit einer solchen Intensität und stimmlichen Sicherheit nicht zu hören. </p> <p>Phänomenal: Stemmes Sopran ist enorm groß und höchst dramatisch, im nächsten Moment aber zu feinsten Lyrismen fähig. Ihre Spitzentöne sind präzise und durchschlagskräftig, dabei aber nie schrill. In den mittleren und tieferen Lagen besticht ihre Stimme mit einem geradezu noblen, warmen Timbre. Man hat als Hörer nie das Gefühl, dass sie an ihr Limit gehen muss – auch wenn sie das bei dieser Partie selbstverständlich tut.»

Der Kurier, 14.06.2013

«Und dann der Schlussgesang. &quot;Liebestod&quot; nennt man heute, was Richard Wagner einst als &quot;Isoldes Verklärung&quot; bezeichnet hat. Es wäre dies aber wohl auch das bessere Wort, um Nina Stemmes Leistung vom Donnerstag zu beschreiben. Als hätte die Sängerin nicht schon stundenlang einem Riesenorchester Paroli geboten, setzte sie zum Finale an - locker, fast im Parlando. Noch einmal erreicht dieser vokale Hybridmotor der Schwedin, in der lyrischen Gangart ebenso firm wie in der heldischen, Schallmacht. Und doch: Dem Schlusston, diesem Sehnsuchtsziel namens &quot;Lust&quot;, bleibt alles Feingefühl gewahrt. Wagners Wahnsinnsforderung nach dem fast geflüsterten Oktavsprung aufwärts: Sie wird wohl selten so bravourös eingelöst. </p> <p>Zweifellos: Die 50-Jährige steht auf dem Zenit ihrer Kunst. Als wären drei Brünnhilde-Partien im Mai nicht genug gewesen, legt sie an der Staatsoper jetzt noch einen Wagnertriumph nach. Eine &quot;Tristan und Isolde&quot;-Premiere mit Nina Stemme: Das ist aber nicht nur aus sängerischer Sicht ein Glücksfall. Mit dem Wissen aus etlichen Regiearbeiten gesegnet, ist diese Isolde auch szenisch eine autonome Erfolgszone: Klang- und Rollengestaltung verschmelzen bei ihr zur berückenden Einheit - schon im ersten Aufzug, wenn die (noch) Frustrierte ihren Tristan mit kalt-ratternden Konsonanten anblafft.»

Christoph Irrgeher, Wiener Zeitung, 14.06.2013