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Johannes Martin Kränzle - Bariton/Bass

Presse

Grenzen der Menschheit/CD Schubert & Schumann

«... eine bruchlos von Bassestiefen bis in tenorale Höhen geführte Stimme, ein souveräner Umgang mit der voix mixte sowie eine dramatische Kraftentfaltung, die auch beim Liedgesang den erfahrenen Wagnersänger durchblicken lässt.»

A. Laska, Opernglas, 03.02.2014

«Wer sich beim Liedgesang Gezärtel und Gesäusel wünscht, ist bei Johannes Martin Kränzle an der falschen Adresse. Mit seinem metallischen, kerngesunden Bassbariton tritt uns der Sänger wie ein Barde der Vorzeit entgegen, stürmisch, gleichsam mit der Harfe in der Hand und mit wehendem Mantel. Wenn Kränzle Balladen wie Die Bürgschaft (Schubert) oder Der Handschuh vorträgt, dann sprühen die Funken, da blitzt – obwohl man es nicht sehen kann – das Auge. Wahrhaftig ein geborener Balladensänger, klar und deutlich im Wort, feuerlebendig im Vortrag. </p> <p>Schuberts Frühwerk Die Bürgschaft wird von Sängern meistens gemieden: zu lang, zu umständlich, zu anstrengend. Das Duo Kränzle/Dumno macht daraus ein fesselndes Drama voll unerhörter Vorgänge. Schumanns Der Handschuh gilt allgemein – und nicht zu Unrecht – als schwache Komposition, die zum Furor, der Glut des Schillergedichts niemals vordringt. Kränzle gelingt hier so etwas wie eine Korrektur, er verleiht der Schauerballade die Spannung und Dramatik, die der Musik fehlt. Und alles, ohne jemals in übertriebene Theatralik zu verfallen. </p> <p>Kränzle ist ein bekannter und geschätzter Opernsänger, mehr als hundert Partien umfasst sein Repertoire. Er hat sich auch durch großartige Gestaltungen im Wagner-Fach (Beckmesser, Alberich) ausgezeichnet. Die Ausdrucks- und Gestaltungskraft des Bühnenkünstler ist in seinen Lied- und Balladenvortrag tief eingedrungen. Wenn er Schuberts Gruppe aus dem Tartarus singt, dann bekommt das „Weinen&quot; des Baches einen Schmerzenston, und das „qualerpreßte Ach&quot; wird zum Entsetzensschrei. </p> <p>Es gibt aber auch eine andere Seite des Künstlers, eine weiche, lyrische, die sich in Schuberts Der Fischer, Der König in Thule, in der tiefsinnigen Schöpfung Grenzen der Menschheit, in Schumanns Nachtlied vernehmen lässt. Ebenso in Hektors Abschied (Schubert), wobei der Sänger von Theresa Kronthaler mit auffallend gut assistiert wird. Mehr als zwei Oktaven sind es, die Kränzle in diesem Musikprogramm durchmißt. Der Sänger hat aber weder mit Tiefe, Mittellage oder Höhe Probleme. Und sein hohes G strahlt wie der Goldknauf am Kirchenturm im Sonnenlicht. </p> <p>Grenzen der Menschheit ist der Titel der neuen Aufnahme von Johannes Martin Kränzle und seinem aufmerksamen und feinsinnigen Begleiter Hilko Dumno. Vorhergegangen ist eine Balladenplatte mit dem Titel Die Mitternacht zog näher schon. Weitere Exemplare mögen folgen.»

Clemens Höslinger, klassik-heute, 27.08.2013