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Ruben Drole - Bariton/Bass

Presse

Preis der Carl-Heinrich-Ernst-Kunststiftung für Ruben Drole, Konservatorium Winterthur, November 2008

«Die grosse Stimme, die auch lächeln kann </p> <p>Winterthur– Lange ist es noch nicht her, dass Ruben Drole das Konservatorium öfters von innen sah als das Opernhaus, zunächst als Knabe mit der Geige, dann um den eigentlichen musikalischen Schatz zu heben, der in ihm steckte: eine Stimme von aussergewöhnlicher Schönheit, Geschmeidigkeit und Strahlkraft. Grosse musikalische Begabung und ein Bühnentalent, das mit allen Wassern gewaschen zu sein scheint, kamen hinzu, und so ging alles ziemlich rasch. Mit 28 Jahren ist Ruben Drole Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich und ein begehrter Sänger. Er hat zahlreich Rollen gesungen und grosse Erfolge gefeiert, zum Beispiel in Partien von Mozart, mit Figaro, Guglielmo und Papageno, dem er seinen bisher populärsten Auftritt verdankt. </p> <p>Als 56. Preisträger habe man für einmal bewusst nicht jemanden gewählt, den man für ein «Lebenswerk» auszeichnen könne, sagte Stefan Piotrowski vor zahlreichem Publikum. Geehrt und gefördert werde ein junger Winterthurer Künstler, der schon Ausserordentliches geleistet habe und der, aufgewachsen in Winterthur als Sohn eines slowenischen Vaters und einer spanischen Mutter, als leuchtendes Beispiel für viele Junge mit ausländischen Wurzeln in dieser Stadt stehen könne. </p> <p>In seiner Laudatio führte Hans-Ulrich Munziger, Stiftungsratsmitglied und Direktor des Konservatoriums, aus, wie sich Ruben Droles Karriere entwickelte. Die Gesangskunst bringt es mit sich, dass dabei mythische Vorstellungen von der Magie der Stimme und so weiter ins Spiel kommen. Munzinger hielt dem aber auch das Metier, das Berufsleben des Opernsängers entgegen und machte so deutlich, dass hinter der Auszeichnung neben dem Talent eines Orpheus auch immens viel preiswürdige Arbeit steht. </p> <p>Leicht machte es sich Ruben Droleauch mit dem kleinen Programm nicht, das er den Reden folgen liess. Mit einer Gruppe von vier Liedern des französischen Komponisten Henri Duparc forderte er sich alle Vehemenz schmerzlicher Emotionen ab. Gefordert waren in dieser spätromantischen Tonwelt weiter Stimmumfang, grosse Spannungsbögen, glaubhafte Umsetzung melancholischer Ausdrucksbereiche und heroisch-düsterer Emphase. Damit überzeugte Drole, begleitet von Simone Keller, die dem Klavierpart starke Kontur verlieh, ebenso spontan wie mit den zwei Zugaben, die zum Pathos der Lieder effektvoll kontrastierten. Mit Nummern aus «Clivia» und «Anatevka» brachte der Bühnenmensch nun mit Schalk und präziser Nonchalance alle Raffinesse farbiger Gesangskunst ins Spiel, dazu Mimik und Körpersprache des grossen Komödianten, dass es eine Freude war.»

Herbert Büttiker, Der Landbote, 03.11.2008