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Patrick Lange - Dirigent

Presse

Rigoletto, Komische Oper Berlin, September 2009

«Das dumpfe Fatum solcher Fallhöhe ist schon im Vorspiel mit schneidender Orchestergewalt gegenwärtig. Dabei wird offenbar, dass die Komische Oper einen jungen Kapellmeister in ihren Reihen hat, der ein Verdi-Dirigent werden kann: Patrick Lange war, man glaubt es zu hören, längere Zeit Assistent Claudio Abbados in Bologna und Luzern. Er besitzt nicht nur die Übersicht über die Orchester- und Bühnenverhältnisse, er versteht sich auf den dramatischen, den trockenen, gleichzeitig federnden Ton Verdis, auf die Spannungsbeziehung des Tragischen zum Groteksen, die lyrische Intensität - mit dem Höhepunkt des beklemmenden Quartetts, in dem sich vier Gesangslinien, vier qualvoll widerstrebende Seelen, zu einem einzigen Reigen des Unglücks verbinden.»

Wolfgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung, 21.09.2009

«Julia Novikovas hell timbrierte, butterweich dahinfließende und in der Höhe nachgerade himmlische Stimme, der das Orchester der Komischen Oper unter der sehr wachen, elastischen Leitung von Patrick Lange einen Klangteppich hinlegt, wie er samtener nicht sein könnte - diese Stimme ist eine einzige Hingebung, ein Beweis, wie schön und innig und traurig zugleich das Lied der Liebe klingen kann. ... Im Graben, wo der Dirigent Patrick Lange das Zepter in Händen hält, hört man das: wie tief unten in der Seele dieses Stück herumschürft, wie groß die Gefühle sind und wie niederschmetternd eine Realität, die solche Gefühle verhöhnt. Verdi war kein Zyniker, auch im "Rigoletto" nicht. Vielleicht hat Kosky das zu wenig bedacht. Schlimmer wäre der Gedanke, er habe sich des Effekts wegen darüber hinweggesetzt.»

Jürgen Otten, Frankfurter Rundschau, 23.09.2009

«Zum Ereignis wird die Berliner Premiere vor allem durch den jungen Dirigenten Patrick Lange, der das Orchester und damit die ganze Aufführung manchmal bewußt an den Rand der Schmerzgrenze führt, seinen Musikern auch oft schönste Lyrismen und eine kantable Intensität abverlangt.»

Klaus Kalchschmid, klassikinfo.de, 23.09.2009

«Patrick Lange serviert einen bündigen, schlagfreudigen, dann auch wieder tauzarten Verdi. ... Patrick Lange ist eigentlich die Entdeckung des Abends.»

Kai Luehrs-Kaiser, kulturradio.de, 21.09.2009

«Patrick Lange am Pult des Orchesters der Komischen Oper bringt genau das zu Stande, was Barrie Kosky nicht gelang: ein packender Zugriff. Messerscharfe Streicher, schneidende Blechbläser und kräftige Trommelwirbel versetzen den Hörer in einen kälteschockähnlichen Zustand. Mit diesem Kapellmeister hat die Komische Oper das große Los gezogen.»

Heiko Schon, Klassik in Berlin, 01.10.2009

«Diese farbgesättigten Musiken hat Patrick Lange mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin deutlich nebeneinandergestellt und jeweils mit Genuss ausgelotet. Nachtschwarz und dabei vollkommen unsentimental erklingt das dunkele Vorspiel, wunderbar rein und beseelt wird eine musikalische Aura um Gilda gelegt, einprägsam die Gewittermusik. Von Anfang bis Ende aus dem Graben nur Erfreuliches, präzis die Verläufe, Orchester und Bühne gut ausgewogen – in diesem Hause in letzter Zeit keine Selbstverständlichkeit.»

Neues Deutschland, 22.09.2009

«Patrick Langes Dirigat unterstreicht die Modernität der szenischen Lesart: durch Herauskehren der grotesken Elemente assoziiert der Zuhörer eine musikalische Verwandtschaft sowohl zum Zirkus, als auch zu Schostakowitsch. Die Banda zu Beginn des ersten Aktes wird bewusst schräg, „out of tune“, als billige Partymusik eingespielt. Groteske Steigerung, wenn dieselbe Musik, szenisch mit Becken und Trommel unterstützt, vor dem dritten Akt nochmals abläuft, diesmal aber rückwärts.»

Peter Pachl, Neue Musikzeitung, 21.09.2009