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Patrick Lange - Dirigent

Presse

Konzert Musikkollegium Winterthur, Winterthur, März 2014

«Alexandra Soumm gastierte beim Musikkollegium Winterthur, das an diesem Abend vom jungen, ebenfalls sehr begabten Gastdirigenten Patrick Lange geleitet wurde. Hellwach ist er dort, wo ihn das Orchester braucht, strahlt Sicherheit aus, mischt die Farben mit grosser Musikalität und schafft ein überzeugendes Gleichgewicht zwischen der sinfonischen Geste und dem spielerisch Konzertanten. </p> <p>Überzeugende innere Logik </p> <p>Was für ein Inspirator Lange auch ist, zeigte er in Dvo?áks Sinfonie Nr. 6 D-Dur op. 60. Da ist ein solides Kapellmeister-Handwerk zu beobachten, aber darüber hinaus versteht es Lange, die Folge der vier Sinfoniesätze mit einer überzeugenden inneren Logik aufzubauen. Die Schichten der Musik kann er mit je eigenem Leben ausstatten und so für Transparenz sorgen. Was erklingt, hat eine klare Handschrift, aber es wirkt auch als Resultat einer kollegialen Probenarbeit mit dem Orchester: Da wird aufeinander gehört. Und auch einmal einem geschärften Ausdruck zuliebe im Zusammenspiel etwas riskiert, etwa beim Übergang von der Durchführung zur Reprise im ersten Satz. Packend, wie Lange und das Musikkollegium Winterthur Dvo?ák aufleuchten liessen.»

Alfred Zimmerlin, Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2014

«Seine Domäne ist die Oper. Patrick Lange war im Mai 2010, sozusagen über Nacht, an der Komischen Oper Berlin als 1. Kapellmeister zum Chefdirigenten erkoren worden. Grund dafür war der brüske Rücktritt des damaligen Chefdirigenten gewesen; Intendant war dort Andreas Homoki, der jetzt am Opernhaus Zürich amtet. Die Komische Oper Berlin gilt allgemein als Talentschmiede. Sie gibt guten Nachwuchsdirigenten die Chance, an einem grossen Haus wichtige Erfahrungen zu sammeln. Mittlerweile ist Patrick Lange, der einer der letzten persönlichen Assistenten des verstorbenen Claudio Abbado war und in dieser Funktion auch schon das Lucerne Festival Orchestra dirigierte, zuoberst angekommen: Er hat erfolgreich an der Wiener Staatsoper debütiert und war am Opernhaus Zürich zuletzt im November mit Gounods «Faust» zu erleben. Seine Opernlaufbahn begann er in Zürich und Luzern, das Musikkollegium dirigierte er bereits 2009. Im Abonnementskonzert vom Mittwoch offenbarte Lange seinen dramaturgischen Spürsinn in Antonin Dvoraks folkloristischer Sinfonie Nr. 6. Das Musikkollegium war von Anfang an sehr präsent und folgte Langes sparsamer, aber beredter und klarer Zeichengebung mit engagierter Hingabe. Da wurde im Kleinen wie im Grossen wunderbar natürlich phrasiert, die Holzbläser konnten ihre Soli ruhig und weich ausmusizieren, und der Streicherklang war luzide, farbenreich und dynamisch fein abgestuft. Das Tänzerische dieser Musik kam keck und beschwingt zum Ausdruck, im «Furiant» wurde die energische Spannung zwischen den Zweier- und Dreierrhythmen herzhaft ausgekostet, die Strahlkraft im Finale war dramaturgisch hervorragend vorbereitet. Das kam alles wie aus einem Guss daher, die Details waren schön ausgearbeitet, die Übergänge stimmig und überraschend, der grossformale Aufbau organisch und stringent einfach grossartig! </p> <p>In Lalos «Symphonie espagnole» bewies Lange dann seine Qualitäten als Begleiter und verband Zurückhaltung mit rhythmisch virtuoser Präzision.»

Sybille Ehrismann, Der Landbote, 21.03.2014