Christof Loy - Director
Press
- La Fanciulla del West, Royal Opera Stockholm, Dezember 2011
- Frau ohne Schatten, Salzburger Festspiele, Juli 2011
- Die Fledermaus, Oper Frankfurt, März 2011
- Die Lustige Witwe, Grand Théàtre de Genève, Dezember 2010
- Les Vêpres Siciliennes, Nederlandse Opera Amsterdam, September 2010
- La Donna del Lago, Gran Théàtre de Genève, Mai 2010
- Theodora, Salzburger Festspiele, Juli 2009, Salzburger Festspiele, Juli 2009
- Lucrezia Borgia, Bayerische Staatsoper München, Februar 2009
- Louise, Deutsche Oper am Rhein Duisburg, Oktober 2008
- Così fan tutte, Oper Frankfurt, März 2008
- Armida, Salzburger Festspiele, Juli 2007
- Simon Boccanegra, Oper Frankfurt, Mai/Juni 2007
La Fanciulla del West, Royal Opera Stockholm, Dezember 2011
«Das große, vielleicht in seiner Monumentalität auch kitschige US-Landschaftspanorama ist diesmal höchstens draußen zu erahnen. Loys Puccini-Welt ist eine eng umgrenzte, selbst bei den Schatzgräbern im gar nicht goldenen Westen. Am Ende reitet deshalb kein glückliches Paar in den Sonnenuntergang, zwei Menschen, die sich eben noch gefunden haben, gehen ganz simpel einem hellen Lichtschein hinterher. Christof Loy hat diesmal nichts problematisiert, und kein strenges, von der eigentlichen Handlung fortführendes Konzept, wie noch im Sommer in der Salzburger "Frau ohne Schatten" im Plattenstudio. Er nimmt David Belascos vermeintlich platte Librettovorlage einfach ernst und erzählt sie so akribisch wie sensibel in der Personenführung. Nur an den dramatischen Knackpunkten verdoppelt er seine Personen durch parallele Videomontagen, die den Opernwestern in Großaufnahme noch näher heranzoomen. Und plötzlich ist hier nichts mehr Kolportage, ist die glaubensfeste Jungfrau und ihre Männerhorde, die nun für einen eher windigen Kerl ihre so festgefügte Existenz aufgibt, anrührend und wirklichkeitsnah. ... Der dritte Akt, wir sind hier wieder im nun leeren Saloon als Menschenkäfig, hält diese Höhe nicht, er bringt sanften, auch bei dem gern problematisierenden Loy versöhnlichen Ausklang.»
Manuel Brug, Die Welt, 20.12.2011
