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News

02.07.2012

Patrick Lange: Abschiedskonzert in Berlin

Das Wesentliche vorweggenommen: Patrick Lange hat sich grandios als Generalmusikdirektor verabschiedet. Er hat dabei nicht nur sich selbst noch einmal präsentiert, sondern auch aufgezeigt, in welch gutem Zustand er das Orchester der Komischen Oper Berlin an seinen Nachfolger weitergibt. Ein wenig hat man eine offizielle Verabschiedung, ein paar Worte des Dankes aus diesem Anlass vermisst. Aber das Orchester hat durch seine Leistung demonstriert, wie zufrieden es mit Patrick Lange ist.

Selbstbewusstsein und großes Können

Patrick Lange hat es sich nicht leicht gemacht. Aber wer ein so sperriges Werk wie die Kontraste von Bernd Alois Zimmermann auswählt und einwandfrei zur Aufführung bringt, verfügt gleichermaßen über Selbstbewusstsein wie über großes Können. Nicht minder beeindruckend war die Umsetzung von Igor Strawinskys Le Sacre du printemps. Dieses ein Jahrhundert alte ehemalige Skandalstück hört man auch heute noch oft auf seine Rhythmik und seine Brutalität reduziert. Patrick Lange weiß es besser. Alles das kommt in seiner Interpretation vor, aber er offenbart mehr. Er inszeniert einen orchestralen Klangrausch, lässt auch sanftere Klänge zu, fährt nicht nur den Ellenbogen aus, zelebriert die Mehrdimensionalität dieser Musik. Das Orchester spielt wie eine gut geölte Maschine, dann aber auch wieder ganz impressionistisch. Es ist ein großer Zauberkasten, eine Interpretation auf höchstem Niveau.

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Ausgezeichnete Hinterlassenschaft

Patrick Lange kann durchaus mit Stolz auf seine Zeit an der Komischen Oper zurückblicken. Er hat viel geleistet, ist in den letzten Jahren auch sehr gereift. ... Das bedeutete für Patrick Lange ein neues Amt und etliche Herausforderungen: Meistersinger, Rosenkavalier, Freischütz und einiges andere – alles jedoch mit Erfolg. Er hinterlässt das Orchester in ausgezeichnetem Zustand; eine gute Grundlage für seinen Nachfolger Henrik Nánási.

Andreas Göbel, kulturradio, 30.6.2012